30.03.2017

VDI Kunststoffe im Automobil 2017 - Highlights bei den Ausstellern

VDI Kongress "Kunststoffe im Automobil 2017" in Mannheim: Die von der K-ZEITUNG aufgesuchten Aussteller präsentierten neue Lösungen für den Leichbau und innovative Ideen für das Autodesign von morgen.

K-ZEITUNG
Nur einen Millimeter dick: Großflächige Strukturbauteile lassen sich mit Hilfe endlosfaserverstärkter thermoplastischer Verbundhalbzeuge besonders dünn und dadurch leicht konstruieren. Gleichzeitig können sie direkt mit Funktionen ausgestattet werden. Julian Haspel, Key Account Manager bei Lanxess, zeigt dies am Beispiel einer neuen Modulträgerplatte für das S-Klasse Cabrio von Mercedes-Benz. "Das Bauteil wiegt rund die Hälfte weniger als die bisher eingesetzte Trägerplatte aus Aluminium. Das geringe Gewicht und die integrierten Funktionen vereinfachen zudem die Montage", so Haspel.
K-ZEITUNG
Manfred Rudholzer, Leiter Gesamtvertrieb bei Frimo, erläutert ein neues Presskaschierverfahren für lederkaschierte Instrumententafeln, die zunehmend auch in der Mittelklasse zu finden sind. "Verbunde mit Zuschnitten von Abstandsgewirken machen Leder zu einem weichen Dekor mit Softtouch. Für die Mittelklasse mit ihren höheren Stückzahlen haben wir den Prozess weitgehend automatisiert. Dieser beinhaltet die Oberflächenbehandlung des Polypropylen-Trägers, den Auftrag von Klebstoff, das Aufbringen des Abstandsgewirkes und das Verkleben der Lederhaut. Die Herausforderung dabei liegt darin, die Nahtausrichtung des Lederkleids über die ganze Länge exakt zu positionieren."
K-ZEITUNG
Es gibt in Deutschland mit Grafe nur einen Farbmasterbatch-Hersteller, der für die Herstellung und Entwicklung von Farbmasterbatches nach ISO / TS 16949 zertifiziert ist, eine besonders strenge Qualitätsnorm der Automobilindustrie. Anhand einer Farbmusterplatte erklärt Tobias Dübler, Teamleiter Vertrieb für Automotive bei Grafe, dass neben einer sehr hohen Bauteilqualität die Anforderungen der Automobilbauer auch an eine gleichbleibend hohe Farbqualität steigen.
K-ZEITUNG
Wärmeleitung im Kunststoff: Bei LEDs und Elektronikbauteilen im Auto gilt es Wärme abzuleiten. Daher sind viele Gehäuse noch aus Metall. "Mit unseren wärmeleitfähigen Compounds Kebablend/TC können diese Gehäuse jetzt auch kostengünstig im Spritzguss hergestellt werden", sagt Ulf Seefeldt bei Barlog Plastics und zeigt zum Vergleich ein Gehäuse aus Aluminium (links) und wärmeleitfähigem Kunststoff (rechts in weiß).
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Je höher der Anteil der Glasfasern im Polyamid, desto steifer das Bauteil, aber desto weniger gut fließt das Material bei der Verarbeitung im Spritzguss. Die BASF hat jetzt eine Polyamid-Type (Ultramid A3WG12 HP) entwickelt, die beides kann: Hohe Fließfähigkeit auch bei 60 % Langglasfaserverstärkung. "Damit sind auch große, komplexe Bauteile mit sehr hoher Steifigkeit im Spitzguss zu realisieren", erklärt Andreas Stockheim, BASF Segment Manager Powertrain/Chassis, am Beispiel eines Getriebequerträgers.
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Display-Trends im Auto-Cockpit: Covestro hat einen Demonstrator konstruiert, um aktuelle Folienentwicklungen für den Autoinnenraum zu erläutern. Der Demonstrator erinnert an die Steuerkonsole im Raumschiff Enterprise. Dirk Pophusen von der Business Unit Specialty Films bei Covestro zeigt Displays und Bedienblenden, die mit kratzfesten, blendfreien Folien geschützt sind. Durch ihren Einsatz werden neue Lichteffekte und die Integration von Funktionen in die Instrumententafel möglich.
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Man sieht es– doch auf dem Foto kommt es kaum zur Geltung: André Kamycki zeigt bei Polyone die Verkleidung einer A-Säule, dessen Oberfläche mit einem Textil-Look daherkommt. Möglich macht dies das neue Masterbatch Fabric FX von Polyone, welches spezielle Textilfasern enthält. "Das Hinzufügen dieses Masterbatches im Spritzgussprozess hilft Herstellern bei der Fertigung attraktiver Teile, die mit Textil beschichtet zu sein scheinen", erklärt Kamycki. Damit sei fast die Anmutung eines Interieurs von Premiumautos möglich, in denen die Verkleidungen mit einem "echten" Textilüberzug versehen sind.
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Superleicht mit Class-A-lackierter Oberfläche: Nicholas Kolesch, Head of Marketing Automotive bei Borealis, zeigt einen Kotflügel aus Fibermod Carbon, einem mit 10 % Kohlefaser verstärkten Polypropylen-Compound. "Fibremod Carbon weist eine Steifigkeit und Schlagfestigkeit auf, die es bei Polypropylen zuvor noch nicht gegeben hat. In Verbindung mit einer geringen Dichte und guten Fließfähigkeit wird damit Leichtbau besonders wirtschaftlich", erklärt Kolesch. Ein weiterer Vorteil: Eine sehr geringe thermische Ausdehnung ermöglicht sehr kleine Spaltmaße. Der Kotflügel wird beim Zulieferer Magna für einen Kleinwagen hergestellt.
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Leuchtende Folien für farbige Scheiben: Lichtdesign spielt im Auto eine zunehmende Rolle. Das japanische Unternehmen Sekisui Chemical hat neue Verbundgläser entwickelt, deren Folien im Glas leuchten. Auf die Scheibe fallendes Licht wird in der Folie als grünes, blaues oder rotes Licht zum Scheibenrand gestreut. Dabei wird der Blick durch die Scheibe nicht beeinträchtigt.
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