VCI: Chemiebranche rüstet sich für Kurzarbeit

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Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) rüstet sich die Branche mit flexibleren Regeln für die Kurzarbeit in der Coronavirus-Krise.

Um Beschäftigung und Liquidität der Unternehmen in der Chemiebranche zu sichern, haben der Arbeitgeberverband BAVC und die Gewerkschaft IG BCE eine Vereinbarung zur Kurzarbeit für das laufende Jahr getroffen.

Kurzarbeit in nur drei Tagen

Wie der der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am 27. März mitteilte, können Unternehmen demnach Kurzarbeit mit einer verkürzten Ankündigungsfrist von drei Tagen einführen. Freie Tage, die die Beschäftigten gemäß dem jüngsten Tarifpaket für spätere Zeiten auf Konten ansparen können, dürfen schon in dieses Jahr vorgezogen werden.

Um Infektionen im Job zu vermeiden, können Arbeitgeber ferner mobiles Arbeiten anordnen. Darüber hinaus gehende Regelungen können Firmen mit Beteiligung der Tarifparteien treffen. Der von BAVC und IG BCE entwickelte Leitfaden zur Kurzarbeit enthält neben abgestimmten Rechenbeispielen auch eine Muster-Betriebsvereinbarung.

Kurzarbeit in der Chemie noch kein breites Phänomen

In der Chemie- und Pharmabranche arbeiten hierzulande rund 465.000 Menschen. Rechnet man chemienahe Bereiche wie die Kunststoffindustrie dazu, sind es 580.000 Beschäftigte. Die Chemie- und Pharmabranche leidet schon länger unter der Konjunkturschwäche und Handelskonflikten, nun kommt die Coronakrise dazu. So rechnet der Chemie-Riese BASF nicht damit, dass sich die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie im Jahresverlauf ausgleichen lassen.

Der VCI erwartet, dass dieses Jahr Umsatz und Produktion in der Chemie- und Pharmabranche stagnieren. Kurzarbeit sei aber "noch kein flächenmäßiges Phänomen", hatte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup jüngst gesagt.

mg

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