USA liefern deutlich weniger Kunststoffmaschinen aus

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US-Branchenverband Plastics meldet bei Kunststoffmaschinen einen Rückgang der Lieferungen im ersten Quartal 2020 – aber auch Zunahmen in einigen Bereichen.

Die Lieferungen von primären Kunststoffmaschinen, also Spritzguss- und Extrusionsmaschinen, gingen in Nordamerika im ersten Quartal 2020 deutlich zurück. Dies geht aus den Statistiken hervor, die vom Ausschuss für Ausrüstungsstatistik (CES) des Verbands der Kunststoffindustrie Plastics zusammengestellt und berichtet wurden.

Die vorläufige Schätzung des Versandwertes der berichtenden Unternehmen im ersten Quartal belief sich laut Plastics auf insgesamt 254 Mio. US-Dollar, was einem Rückgang von 19,6 % entspricht. Im vierten Quartal 2019 hatte Plastics noch einen Anstieg von 7,7 % gemeldet. Im Vergleich zum ersten Quartal des letzten Jahres gingen die Lieferungen von Kunststoffmaschinen um 6,9 % zurück.

Deutlich mehr Einschneckenextruder geliefert

Während der Gesamtwert der Lieferungen im ersten Quartal zurückging, konnten die Lieferungen von Einschneckenextrudern um 15,5 % zulegen. Die Auslieferungen von Doppelschneckenextrudern gingen geringfügig um 0,8 % zurück. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 konnten die US-Hersteller aber 34,9 % mehr Einschnecken- und 19,3 % mehr Doppelschneckenextruder absetzen.

Anders bei den Spritzgießmaschinen, bei denen die US-Hersteller wertmäßig gegenüber Vorquartal um 23,6 % und gegenüber dem Vorjahr um 11,8 % weniger ausliefern konnten.

„Es wurde erwartet, dass die Lieferungen im ersten Quartal aufgrund der Coronavirus-Stillstände im März niedriger ausfallen würden. Dennoch verzeichneten wir im Jahresvergleich ein robustes Wachstum bei den Einschnecken- und Zweischneckenlieferungen“, so Perc Pineda, Chefökonom von Plastics.

Erwartungen der US-Kunststoffmaschinenhersteller eingetrübt

Die CES führt außerdem eine vierteljährliche Umfrage unter Kunststoffmaschinenlieferanten zu den gegenwärtigen Marktbedingungen und künftigen Erwartungen durch. Im kommenden Quartal erwarten 18,5 % der Befragten, dass sich die Bedingungen entweder verbessern oder im nächsten Quartal stabil bleiben werden – deutlich weniger als vierten Quartal 2020. Damals rechneten 69,4 % mit einer Verbesserung oder einer stabilen Entwicklung.

Auch die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate haben sich deutlich eingetrübt: Aktuell erwarten 22,6 % der Befragten, dass sich die Marktbedingungen stabilisieren oder verbessern werden. In der Umfrage im letzten Quartal 2019 waren es 73,5 %.

„Die Coronavirus-Pandemie stört weiterhin den Fertigungs- und Dienstleistungssektor der Wirtschaft, die beide von der Kunststoffindustrie betroffen sind. Die Nachfrage nach Kunststoffen ist jedoch nach wie vor grundsätzlich gesund, insbesondere in den Bereichen Medizin und Verbrauchsgüter, und die wirtschaftliche Verlangsamung ist nur vorübergehend“, fügte Pineda hinzu.

Die Exporte von Kunststoffmaschinen beliefen sich im ersten Quartal auf insgesamt 358,5 Mio. USD – ein Anstieg von 1,6 % gegenüber dem Vorquartal. Die Importe stiegen um 0,5 % auf 746,3 Mio. USD, was zu einem Handelsdefizit von 387,8 Mio. USD führte, 0,6 % weniger als im vierten Quartal des letzten Jahres.

Die USA verlassen sich weiterhin auf Mexiko und Kanada als ihre ersten und zweitgrößten Exportmärkte für Kunststoffmaschinen. Die kombinierten Exporte an die USMCA-Handelspartner beliefen sich auf insgesamt 153,4 Mio. USD, 42,8 % der gesamten US-Ausfuhren von Kunststoffmaschinen.

gk

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