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Umsatzsteigerung und Investitionen im Visier

Zu den Investitionen, die die Wittmann Group zeitnah tätigen wird, gehört der Umbau der Zentrale der Wittmann Technology GmbH in der Lichtblaustraße in Wien. Foto: Wittmann Group

Die Wittmann Gruppe rechnet für 2021 mit einer Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich – und investiert an mehreren Standorten weiter.

Michael Wittmann, Geschäftsführer Wittmann Kunststoffgeräte, sagte im Herbst 2020 im Interview mit der K-ZEITUNG: „Die Auftragslage befindet sich seit Juli wieder auf Normalniveau.“ Foto: Wittmann Group

Die starke Umsatzsteigerung und die anstehenden Investitionen in Wien und Kottingbrunn gehen laut Wittmann Gruppe auf „eine mehr als positive Geschäftsentwicklung" im zweiten Halbjahr 2020 zurück – und dies trotz der abgeschwächten Konjunktur im Automobilbereich und der Covid-19-bedingten Einschränkungen. Dieser Trend setzt sich auch 2021 fort.

Die Auftragseingänge der österreichischen Unternehmensgruppe haben vor allem ab dem zweiten Halbjahr 2020 sehr deutlich angezogen und erreichten im Februar 2021 neue Rekordstände. Eine Steigerung war über alle Märkte und Branchen hinweg festzustellen.

Im Herbst 2020 hatte Michael Wittmann, Geschäftsführer der Wittmann Gruppe, im Interview mit der K-ZEITUNG gesagt, dass man beim Umsatz „mit einem blauen Auge“ davongekomme. Der Umsatz war seit Juli 2020 wieder „auf Normalniveau".

Dank Umsatzsteigerung wird Niveau von 2019 erreicht oder übertroffen

„Wir gehen aufgrund der derzeitigen Auftragsbestände und der weiter sehr positiven Auftragslage von einer zweistelligen Umsatzsteigerung in 2021 aus", so Wittmann. „Aus heutiger Sicht werden wir in diesem Jahr wieder das Niveau von 2019 erreichen, möglicherweise sogar übertreffen.“ Eine Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang die Teileverfügbarkeit dar, da die industrielle Produktion weltweit wieder angesprungen ist.

Der Mitarbeiterstand der Gruppe liegt derzeit mit 2.200 Beschäftigten etwas über dem Niveau des Vorjahres.

Investitionen in Wien: Mehr Platz für Entwickler

Seit Ende Januar 2021 firmiert die Wittmann Kunststoffgeräte GmbH in Wien, die unter anderem Roboter herstellt, unter dem neuen internationaleren Firmenwortlaut Wittmann Technology GmbH. Für die beiden Produktionswerke des Unternehmens in Wien steht für 2021 neben einem massiven Umbau der Zentrale in der Lichtblaustraße eine Erweiterung des Gebäudes in der Percostraße an. Hier ist ein Ausbau der Entwicklungsabteilungen im Bereich der Mechatronik und Software-Entwicklung geplant. Es werden zusätzlich 1050 m² an Büro- und Testfläche zur Verfügung stehen.

In Kottingbrunn wird mehr Fläche geschaffen

Die Wittmann Gruppe rechnet mit einer starken Umsatzsteigerung 2021. Daher erfolgt bei Wittmann Battenfeld in Kottingbrunn ein Anbau an die bestehende Montagehalle in Kottingbrunn. Dadurch entsteht 3.000 m² neue Fläche. Foto: Wittmann Group

Eine nennenswerte Investition ist auch bei Wittmann Battenfeld in Kottingbrunn unmittelbar vor der Umsetzung. Hier wird ein vollautomatisches Palettenregallager mit ca. 1500 Palettenstellplätzen errichtet. Zu diesem Zweck wird im Mai mit einem Anbau mit einer Fläche von circa 3000 m² begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bis 2023 geplant. Zusätzlich zum vollautomatischen Palettenregallager werden mit diesem Zubau ein eigener Lager- und Kommissionierbereich, zusätzlich Montagefläche für Vertikalmaschinen und Großmaschinen als auch eine neue Elektrowerkstatt zur Verfügung stehen. „Diese Investition hilft uns, den Produktionsprozess noch effizienter zu gestalten und unseren Wachstumskurs fortzusetzen. Es ist ein weiterer Meilenstein für das Produktionswerk in Kottingbrunn“, sagt Rainer Weingraber, Geschäftsführer von Wittmann Battenfeld.

Im Januar hat Wittman Battenfeld seinen Vertrieb auf sechs Felder ausgerichtet – Medizintechnik, Mikrospritzguss, Packaging-Technologien, Elastomertechnik, Mehrkomponenten-Spritzguss und Leichtbau – und hat dafür die Vertriebsorganisation umstrukturiert.

Ausbau der Niederlassungen in China, Ungarn und Bulgarien geplant

Die Investitionsvorhaben für die Niederlassungen der Wittmann Gruppe betreffen für dieses Geschäftsjahr vor allem China, Ungarn und auch Bulgarien. Diese Standorte sollen weiter ausgebaut werden. In Ungarn hatte das Unternehmen vor einem Jahr ein benachbartes Firmengebäude übernommen.

Wittmann: „Mit den geplanten Investitionen sind wir sowohl im Bereich der Entwicklung als auch der Logistik und des Vertriebs bestens für die Herausforderungen der nächsten Jahre gerüstet.“

sk