Der Verpackungsspezialist Alpla will seinen Wachstumskurs fortsetzen und dazu in den kommenden Jahren unter anderem seine Kapazität im Spritzguss und seine Produktion von Recyclingmaterial weiter ausbauen.
Foto: Alpla
Der Verpackungsspezialist Alpla will seinen Wachstumskurs fortsetzen und dazu in den kommenden Jahren unter anderem seine Kapazität im Spritzguss und seine Produktion von Recyclingmaterial weiter ausbauen.

Unternehmen

Umsatzrekord: Alpla überschreitet 5 Mrd. EUR

Für Alpla war das Geschäftsjahr 2022 überaus erfolgreich, denn durch Wachstum und Kostensteigerungen stieg der Gruppenumsatz um 27,5 % auf 5,1 Mrd. EUR.

Der Verpackungsspezialist Alpla setzt seinen internationalen Wachstumskurs auch 2022 fort, erweitert Produktionskapazitäten, stockt Personal auf und bilanziert mit einem Umsatzplus von 27,5 %. Damit erzielt der international tätige Spezialist für Verpackungslösungen und Recycling trotz massiver Energiepreissteigerungen und Rohstoffmangel ein positives Jahresergebnis. Neu eröffnete Standorte, Zukäufe und Expansionen sorgten für mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter. Die Anzahl der Werke erhöhte sich von 177 auf 190.

Sichere, leistbare und nachhaltige Lösungen aus Kunststoff

„Hohe Kosten, veränderte Nachfrage und das sich wandelnde Konsumverhalten werden die Verpackungsbranche noch lange beschäftigen. Wir realisieren mit Effizienz, Innovationskraft und Recyclingexpertise auch in Krisenzeiten sichere, leistbare und nachhaltige Lösungen aus Kunststoff“, betont Alpla CEO Philipp Lehner. Enge und langjährige Partnerschaften, starke regionale Verankerungen sowie der forcierte Ausbau der Recyclingkapazitäten waren neben gezielten Akquisitionen maßgeblich für den Erfolg.

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Alpla CEO Philipp Lehner: „Wir realisieren mit Effizienz, Innovationskraft und Recyclingexpertise auch in Krisenzeiten sichere, leistbare und nachhaltige Lösungen aus Kunststoff.“
Foto: Alpla/Bernd Hofmeister
Alpla CEO Philipp Lehner: „Wir realisieren mit Effizienz, Innovationskraft und Recyclingexpertise auch in Krisenzeiten sichere, leistbare und nachhaltige Lösungen aus Kunststoff.“

Strategische Investitionen im Spritzguss

Das Unternehmenswachstum soll langfristig jährlich 4 bis 5 % betragen. Dazu plant Alpla neben Kapazitätserweiterungen im Kerngeschäft strategische Investitionen im Spritzguss, verstärktes Engagement im Pharmabereich sowie den Ausbau der weltweiten Kreislaufwirtschaft. Parallel dazu erfolgt die Erforschung alternativer, biobasierter und biologisch abbaubarer Materialien. „Wir streben ein langfristig nachhaltiges Wachstum an, stärken unsere globale Präsenz, forcieren recyclingfähige Produkte, minimieren den Ressourceneinsatz und Energieverbrauch und erweitern unser Portfolio“, kündigt Lehner an.

Seit 2021 pro Jahr 50 Mio. EUR ins Recycling investiert

Im Fokus stehen vor allem die Wachstumsmärkte Afrika, Mittlerer Osten, Asien und Nordamerika. Beim Recycling investiert Alpla seit 2021 jährlich über 50 Mio. EUR in Kapazitätserweiterungen und Technologieentwicklung. Mehr recyclingfähige und zugleich preiswerte Verpackungen erfordern geschlossene Kreisläufe und ausreichend Material. Alpla plant daher bis 2026 die Verdoppelung der Jahresproduktion an Recyclingmaterial aus eigenen Werken und unterstützt weltweit die Entwicklung und Optimierung lokaler Sammelsysteme.

Philipp Lehner ist seit 1. Januar 2021 CEO von Alpla und treibt in seiner neuen Funktion nicht nur das Recycling von Kunststoffen und die Kreislaufwirtschaft weiter voran , sondern will auch die positiven Seiten und Vorteile der Kunststoffe in die öffentliche Diskussion einbringen. Die Details erklärt er im Exklusiv-Interview der K-ZEITUNG. gk