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Turnkey im Fokus von Arburgs Internet-TV-Sendung

Welchen Nutzen maßgeschneiderte Turnkey-Anlagen und die Cube-Würfeltechnologie bieten, fassten die Arburg-Experten Andreas Reich (links) und Bernd Eble (Mitte) im Gespräch mit Moderator Guido Marschall in der jüngsten Sendung des Internet-TV-Formats Arburxworld zusammen. Foto: Arburg

Mehr als 400 Zuschauer haben Ende April die vierte Internet-TV-Sendung von Arburgxvision gesehen – es ging dabei um Turnkey-Lösungen.

„Von Profis für Profis – Turnkey meint: Qualität aus einer Hand“ lautete das Thema der vierten Sendung von Arburgs Internet-TV. Es ging darum, wie sich durch individuelle Turnkey-Anlagen, clevere Automationskonzepte und innovative Cube-Würfeltechnologie die Potenziale in der Spritzgießproduktion voll ausschöpfen lassen. Andreas Reich, Turnkey-Experte und Bereichsleiter Business Development Vertrieb, sowie Bernd Eble, Senior Application Manager Cube Mould Technology, gaben spannende Impulse zu den Themen Automation, Turnkey und Würfeltechnik. Exklusive Einblicke gaben zwei Schalten direkt in die Montage nach Loßburg sowie zur Firma Hermann Hauff, wo ein Allrounder Cube anspruchsvolle Zwei-Komponenten-Spritzteile produzierte.

Sendung adressiert hohes Potenzial von Turnkey-Anlagen

„Langfristig gibt es nur noch automatisierte Spritzgießprojekte. Und das weltweit“, sagte Reich. Als Gründe nannte er zum Beispiel die geforderten hohen Ausbringungs­mengen und die zunehmende Integration von Prozessschritten wie etwa das Stanzen von Einlegeteilen und die Überprüfung der Produktqualität. Bereits heute liefere Arburg in Deutschland jede zweite Maschine mit einem integrierten Robot-System aus.

„Um alternative Lösungskonzepte auszuarbeiten, sind modular konfigurierbare Maschinen und dazu passende Robot-Systeme mit einheitlicher Bediensystematik unabdingbar“, betonte der Turnkey-Experte. Systemkompetenz, wie Arburg sie biete, zeichne sich zudem dadurch aus, das Spritzgießwerkzeug und den Prozess genau zu betrachten. Je früher Arburg in die Konzeption des Produkts einbezogen und zusammengearbeitet würde, desto besser ließen sich Maschine, Werkzeug und Automation aufeinander abstimmen. Am Bespiel eines Pkw-Gehäuses beleuchtete er verschiedene Fertigungskonzepte. Trotz eines dreifach höheren Invests amortisiere sich im Beispielfall eine Vollautomation bereits nach nur rund zwei Jahren.

Internet-TV zeigt Allrounder Cube für noch mehr Produktivität

Neben der Maschine hat auch die Werkzeugtechnik einen großen Einfluss auf die Effizienz der Fertigungszelle und die Stückkosten. Eble: „Die Cube-Technologie steigert die Produktivität radikal. Und das in jeder Branche.“ Als Beispiel nannte er die Massenfertigung von Zwei-Komponenten-Klappverschlüssen für Spülmittelflaschen – Hightech-Artikel, die jedoch fast nichts kosten dürfen. „Unsere Maschinenbaureihe Cube besticht durch hohe Produktivität auf kleiner Stellfläche und eignet sich nicht nur für Verpackungsprodukte, sondern auch für das zykluszeitneutrale Einlegen von Inserts, Montage einzelner Komponenten und die automatisierte Teile-Entnahme.“ Eble erläuterte detailliert die Funktionsweise und Potenziale der Würfeltechnologie und präsentierte als Highlight einen Drei-Komponenten Allrounder 4600 Cube, ausgestattet mit einem 24-fach-Würfelwerkzeug von Foboha und einem Sechs-Achs-Roboter. Diese Fertigungszelle ersetzt auf kompaktem Raum vier Standard-Anlagen.

Allrounder Cube ersetzt vier Spritzgießmaschinen und drei Montage-Systeme

Dieser Reversecube war auf der K 2019 zu sehen: Auf ihm wurden Mehrkomponententeile in einer Anlage mit einem Allrounder Cube 2900 gefertigt und montiert. Zum Einsatz kam dabei ein Nadelverschluss-Heißkanalsystem von Männer. Foto: Foboha

In einer Schalte zu Hermann Hauff in Pforzheim war eine einzigartige Reversecube-Anwendung zu sehen. Der Technische Leiter Jörg Vetter erklärte, wie das Unternehmen mit dieser Würfeltechnologie Zwei-Komponenten-Rollen für Geschirrspülmaschinen-Unterkörbe kosteneffizient herstellt. Geplant seien künftig bis zu 65 Mio. Stück jährlich. Der Allrounder Cube ersetzt dabei vier Standard-Spritzgießmaschinen und drei Montage-Systeme.

„Die Komplexität der Kundenanforderungen und der Bedarf an Automation und Digitalisierung steigen stetig. Das erfordert maßgeschneiderte, smarte Turnkey-Anlagen und eine zentrale Steuerung, mit der sich diese einfach und übersichtlich bedienen lassen“, sagte Andreas Reich in der abschließenden Diskussionsrunde. „Wenn sich damit Zykluszeiten verkürzen sowie der Nutzungsgrad und die Produktqualität steigern lassen, haben sich die Investitionskosten schnell amortisiert.“ Zudem lasse sich durch integrierte Robot-Systeme eine erweiterte Synchronisation zwischen Maschine, Werkzeug und Automation realisieren.

Eine weitere zentrale Erkenntnis formulierte Eble: „Wir schauen bei unseren Projekten quasi in viele Töpfe rein und beschäftigen uns immer auch mit der Werkzeugtechnik. Das schafft eine große Wissensbasis, die wir auf verschiedene Branchen transferieren können. Mit unseren Automationslösungen und neuen Technologien halten wir unsere Kunden wettbewerbsfähig und machen sie fit für die Zukunft.“

In der dritten Folge von Arburgxvision Ende März 2021 ging es um die industrielle Additive Fertigung mit dem Freeformer.

Der Titel der nächsten Sendung am 27. Mai 2021 lautet: "Savings durch Hidden Benefits. Sparen – da geht noch was".

sk