Trumpf investiert 30 Millionen Euro

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Laut dem Anlagenbauer Trumpf hält der Trend zu Festkörperlaserstrahlquellen weiter an. Das Unternehmen will mit der Investition am Standort Schramberg Entwicklung und Produktion gleichermaßen stärken.

"Additive Manufacturing wird die Fertigungstechnik in Zukunft nicht nur ergänzen, sondern auch entscheidend prägen", erklärt Dr.-Ing. E.h. Peter Leibinger, Vorsitzender der Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH Foto: Trumpf

Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf investiert rund 30 Mio. EUR in neue Entwicklungs- und Produktionsgebäude für Festkörperlaserstrahlquellen. Für das neue Produktionsgebäude am Standort in Schramberg hat das Berliner Architekturbüro Barkow Leibinger einen Neubau mit 12.000 m² entworfen. Damit verdoppelt sich die verfügbare Fläche nahezu und schafft ausreichend Platz, um alle Produktionsabteilungen wie Reinräume, Montage und Bürobereiche gemeinsam unterzubringen – was sich wiederum positiv auf Materialfluss und Durchlaufzeiten auswirkt. Bis Ende 2017 soll die Produktion im Neubau in Schramberg ihren Betrieb aufnehmen. Außerdem erweitert das Unternehmen das im März 2013 eingeweihte Entwicklungszentrum in Schramberg um ein drittes Stockwerk mit etwa 1.800 m² Fläche.

"Der Trend hin zum Einsatz von Festkörperlaserstrahlquellen in der industriellen Fertigung ist ungebrochen", erklärt Peter Leibinger, stellvertretender Vorsitzender der Trumpf GmbH + Co. KG und Vorsitzender des Geschäftsbereichs Lasertechnik. "Schramberg ist die Wiege der Laserindustrie in Deutschland und ein Vorreiter für Festkörperlaser weltweit. Mit unseren Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Lasers", unterstreicht Leibinger die Strategie des Unternehmens und die Bedeutung des Standorts. "Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung im Lasergeschäft sind wir optimistisch, in den kommenden Jahren auch zusätzliche Arbeitsplätze am Standort in Schramberg zu schaffen", so Leibinger.

In der Breite etabliert

Im aktuellen Geschäftsjahr 2015/16 hat Trumpf im Mittel circa 60 % seiner Werkzeugmaschinen für Schneidanwendungen mit Festkörperlasern ausgestattet. Im nächsten Jahr zeichnet sich ein klarer Trend hin zu 70 % ab. Auch abseits vom Laserschneiden steigt die Nachfrage nach Festkörperlasern für die Materialbearbeitung. "Der Festkörperlaser macht viele industrielle Anwendungen überhaupt erst möglich", erläutert Leibinger. "Insbesondere in der Mikrobearbeitung eröffnet uns der Laser neue, faszinierende Möglichkeiten. Aber auch im Bereich von High-Power- Anwendungen etwa im Automobil- oder Schiffsbau haben sich Festkörperlaser als zuverlässige Strahlquelle in der Industrie etabliert."

Vorteile der Festkörperlasers

Anders als bei CO2-Lasern lässt sich das von Festkörperlasern emittierte Licht aufgrund seiner kleineren Wellenlänge von einem Mikrometer in flexible Glasfasern einkoppeln, sogenannte Laserlichtkabel. Vorteil hierbei: Das Laserlicht kommt bequem und ohne Umwege zum Werkstück, weshalb der Festkörperlaser auch deutlich einfacher in Produktionslinien integrierbar ist. Der CO2-Laser hingegen ist bei der Strahlführung zum Werkstück aufgrund der größeren Wellenlänge von zehn Mikrometern auf sensible Spiegeloptiken angewiesen. Ein weiterer Vorteil von Festkörperlasern ist, dass ihr Gesamtwirkungsgrad vergleichsweise hoch ist, was die Strahlquelle wirtschaftlicher und effizienter macht.

pl

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