Trotz steigender Inzidenz: Fakuma 2021 kann stattfinden

Günter Kögel, Herausgeber der K-ZEITUNG Foto: K-ZEITUNG

Positiv aufgefallen ist Günter Kögel, Herausgeber der K-ZEITUNG, dass Herbstmessen wie die Fakuma selbst bei weiter steigender Inzidenz stattfinden können.

Trotz aktuell wieder steigender Inzidenzwerte sieht es im Moment mehr denn je danach aus, dass die Fakuma 2021 stattfinden und sich die Kunststoffbranche nach einer langen Corona-Zwangspause im Herbst endlich wieder persönlich treffen kann.

Bedeutung der Inzidenz rückt zunehmend in den Hintergrund

Denn angesichts einer weiter steigenden Impfquote – aktuell sind rund 58 % der Deutschen vollständig gegen Corona geimpft –, genügend freien Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern und einer überschaubaren und beherrschbaren Zahl schwerer Verläufe rückt die in den letzten Wochen und Monaten dominierende Bedeutung der Inzidenz zunehmend in den Hintergrund.

Dies gilt ganz besonders für Baden-Württemberg, zu dem auch der Fakuma-Standort Friedrichshafen am Bodensee gehört. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung will sich die dortige Landesregierung bei den Corona-Maßnahmen nicht mehr nach der Zahl der Neuinfektionen richten. So hieß es aus dem Gesundheitsministerium dazu: „Wir machen alles möglich für Geimpfte.“

In der neuen Corona-Verordnung, die jetzt schnellstens ausgearbeitet werden soll, wird nach Informationen der Süddeutschen Zeitung die Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr als ordnungspolitisches Instrument auftauchen. Selbst wenn die Inzidenz in den nächsten Wochen noch mal in den dreistelligen Bereich steigen sollte, hätte dies dann für die Bewohner von Baden-Württemberg keinerlei Einschränkungen mehr zur Folge – vorausgesetzt natürlich, dass in den Krankenhäusern genügend freie Kapazitäten für Corona-Patienten mit schwerem Verlauf zur Verfügung stehen. Welche weiteren Parameter genau herangezogen werden, um die Lage zu beurteilen, soll in einer weiteren Verordnung stehen, die von Mitte September an gelten soll.

Bei der Fakuma 2021 gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet

Für Messen, Ausstellungen und Kongresse, die in der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg zusammen mit Museen, Sportstätten, Bädern und Bordellen in der Kategorie Kultur- und Freizeiteinrichtungen geführt werden, heißt dies, dass der Betrieb mit Publikumsverkehr zulässig ist. Nicht-immunisierten Personen, die also weder genesen noch geimpft sind, ist der Zutritt zu geschlossenen Räumen und damit auch zum Messegelände in Friedrichshafen aber nur nach Vorlage eines Testnachweises gestattet. Wichtig zu wissen: Stand heute darf der Testnachweis bei Besuchern der Fakuma maximal 24 Stunden alt sein, bei Ausstellern 60 Stunden.

Positiv aufgefallen ist mir in diesem Zusammenhang zudem, dass es eine generelle Impfpflicht nicht geben wird, aber alle, die sich zu ihrem eigenen und zum Schutz ihrer Mitmenschen haben impfen lassen und eine entsprechende Bescheinigung vorweisen können, nach einer Kontrolle einfach und ohne Test das Messegelände betreten dürfen. Alle Details zum Schutz- und Hygienekonzept der Fakuma finden Sie hier.

Günter Kögel

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