Trotz Corona: Technotrans mit positivem Halbjahresergebnis

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Der Technotrans-Konzern erzielt ein positives Halbjahresergebnis – und das trotz Corona. Der Vorstand setzt die strategische Neuausrichtung konsequent fort.

Der Technotrans-Konzern kann auch in Corona-Zeiten ein positives Halbjahresergebnis vermelden. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2020 wurde ein Konzernumsatz von 95,1 Mio. EUR erzielt. Im Vorjahr lag dieser bei 102,6 Mio. EUR. Das entspricht einem Rückgang von 7,3 %.

Das operative Konzernergebnis (EBIT) blieb belastet durch Einmalaufwendungen von insgesamt 1,2 Mio. EUR mit 2,8 Mio. EUR positiv. Im Vorjahr waren es noch 4,1 Mio. EUR. Die EBIT-Marge lag hier bei 3,0 % und somit 1 % niedriger als im Jahr zuvor. Auch die bereinigte operative EBIT-Marge konnte gegenüber dem Vorjahr von 4,0 % auf 4,2 % gesteigert werden.

Position im Bereich Bahntechnik weiter ausgebaut

„Mit dem Geschäftsverlauf sind wir unter den aktuellen Gegebenheiten zufrieden. Insgesamt entspricht er allerdings nicht unseren gesetzten Zielen. Positiv sehe ich die trotz Covid-19 erzielten Vertriebserfolge in der Bahntechnik. Hierdurch haben wir unsere führende Position in diesem Bereich weiter ausgebaut", sagt Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE.

„Mit dem Geschäftsverlauf sind wir unter den aktuellen Gegebenheiten zufrieden. Insgesamt entspricht er allerdings nicht unseren gesetzten Zielen."

Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE

In Zeiten von Corona ist die Investitionsbereitschaft spürbar zurückgegangen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnete der Konzern eine Zurückhaltung bei Vertragsabschlüssen und Verzögerungen bei Abnahmen fertiggestellter Anlagen. Das wiederum wirkt sich umfassend auf den Geschäftsverlauf des Konzerns aus. Abmildern konnten dies die Diversifizierung der Absatzmärkte und die unmittelbare Anpassung der Kostenstruktur durch den Vorstand.

Der Technotrans-Konzern verzeichnet ein insgesamt positives Halbjahresergebnis. Corona beeinflusst die Konzernbereiche ganz unterschiedlich. Hier im Bild ist Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE. Foto: Technotrans SE

Der Vorstand hat zudem Maßnahmen ergriffen, um einen uneingeschränkten Geschäftsbetriebe sicherzustellen. Zentraler Bestandteil ist und bleibt hier der Infektionsschutz für sämtliche Mitarbeiter des Konzerns.

Corona trifft Segment Technology empfindlich

Nach einem guten Jahresauftakt wirkte sich Covid-19 im zweiten Quartal empfindlich auf das Segment Technology aus. Der im Berichtszeitraum erzielte Umsatz von 69,4 Mio. EUR lag 5,3 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 73,3 Mio. EUR. Corona beeinträchtigte aufgrund behördlich vorgeschriebener, weltweiter Reisebeschränkungen auch massiv das Segment Services. Gegenüber dem Vorjahr (29,3 Mio. EUR) ging hier der Umsatz auf 25,7 Mio. EUR zurück. Das sind 12,1 % weniger. Das Segment-EBIT erreichte 3,5 Mio. EUR. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 4,2 Mio. EUR. Die EBIT-Marge sank von 14,5 % im Vorjahr auf nun 13,6 %.

Halbjahresergebnis: Bereiche unterschiedlich stark betroffen

Die Coronakrise führte im ersten Halbjahr 2020 insbesondere zu geringeren Umsatz- und Auftragsvolumina mit Maschinenherstellern und Endkunden der Druckindustrie. Der Anteil am Konzernumsatz, der Equipment und Service-Dienstleistungen umfasst, ging spürbar auf 35 % zurück. Im Vorjahr waren es noch 40 %.

Das Geschäft im Bereich Laser- und Werkzeugmaschinen zeigte entgegen dem allgemeinen Markttrend einen insgesamt stabilen Verlauf auf Vorjahresniveau. Neukunden und ein kontinuierlich wachsendes EUV-Geschäft („Extreme Ultra Violet“-Verfahren der Halbleiter-Herstellung) wirkten sich hier stabilisierend aus.

Im Rahmen der Erwartungen entwickelte sich der Kunststoffbereich. Die Technotrans-Konzerngesellschaften realisierten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum. In den Wachstumsmärkten hat Technotrans im Bereich Elektromobilität Serienaufträge im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich gewonnen und baute seine Position in der Bahntechnik weiter aus. In der Medizin- und Scannertechnik wurde der Vorserienauftrag für das neue System zur Blutkühlung unterzeichnet. Erste Geräte sollen ab dem vierten Quartal 2020 zur Auslieferung kommen. Auch der Absatz von Kühlanlagen für Gepäckscanner, die an Flughäfen eingesetzt werden, entwickelte sich erfreulich.

Geschäftsjahr 2020 unter schwierigen Bedingungen

Technotrans will auch weiterhin mit neuen Innovationen aufwarten und seine Marktposition bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung nachhaltig ausbauen. Zusätzlich soll die Ertragsbasis mittelfristig durch striktes Kostenmanagement und Working-Capital-Optimierung gesteigert werden.  

Entsprechend der allgemeinen Markterwartung für das zweite Halbjahr rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 mit einem spürbaren Rückgang des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr. Unter der Voraussetzung, dass es im weiteren Geschäftsverlauf zu keinem zweiten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie kommt, ist ein positives operatives Konzernergebnis (EBIT) zu erwarten. Eine ausreichende Liquiditätsausstattung ist sichergestellt. Zum Jahresende soll ein positiver Free Cashflow erreicht werden. Der Vorstand hält zudem daran fest, mittelfristig durch organisches Wachstum und Wahrnehmung von M&A Opportunitäten einen Konzernumsatz von 250 bis 300 Mio. € zu realisieren.

"Den täglichen Herausforderungen der Pandemie begegnen wir weiterhin mit wirksamen Maßnahmen."

Michael Finger, Sprecher des Vorstands der Technotrans SE

„Die strategische Neuausrichtung unter dem Leitmotiv ,Durch Entwicklung Zukunft gestalten!‘ treiben wir weiter voran. Inhaltlich werden wir den Strategieprozess in den kommenden Monaten weiter schärfen. Den täglichen Herausforderungen der Pandemie begegnen wir weiterhin mit wirksamen Maßnahmen. Unsere Marktpositionen bauen wir durch kontinuierlich hohe Vertriebsaktivitäten weiter aus. Jüngste Erfolge geben uns recht“, sagt Finger.

db

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