Trotz Brexit: Stabile Erholung im Euroraum

Trotz Brexit setzt sich die konjunkturelle Erholung in Europa fort. Illustration: Bluedesign/Fotolia

Die konjunkturelle Erholung im Euroraum setzt sich fort. Nach einem Wachstum von 0,4 % im ersten Vierteljahr rechnen die drei Institute Ifo, Insee und Istat aus München, Paris und Rom im zweiten Quartal 2017 mit einem Wachstum von 0,5 % und im dritten Quartal mit 0,4 %.

Treiber der konjunkturellen Erholung ist der Konsum der Haushalte, weil die verfügbaren Einkommen gestiegen sind und die Arbeitsmarktlage gut ist, auch wenn inflationäre Tendenzen die Kaufkraft der Privaten beschneiden. Es ist mit robusten Zuwächsen bei den Investitionen zu rechnen, unter anderem auf dem Bau. Schließlich dürften die Exporte beschleunigt zunehmen.

Unter den Annahmen, dass der Preis von Brent-Öl bei 52 USD pro Fass bleibt und der Wechselkurs bei 1,08 USD je EUR liegt, ist mit einer Inflationsrate von knapp unter 2 % zu rechnen: je 1,8 % im ersten und zweiten Quartal 2017 und 1,7 % im dritten.

Zu den politischen Unsicherheiten zählen der neue US-Präsident, der Brexit-Prozess und die Wahlen in Frankreich und Deutschland. Überdies könnte eine höhere Inflation das Wachstum bremsen, wenn die verfügbaren Einkommen stärker beeinträchtigt werden als erwartet.

gk