Thermografisches Messsystem deckt Spritzgussfehler auf

Das SKZ bietet ein speziell für den Spritzguss konzipiertes thermografisches Inline-Messsystem zur Detektion typischer Fehlstellen an. Dabei können sowohl oberflächliche als auch innenliegende Fehlstellen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, zuverlässig erfasst werden. Foto: SKZ

Produktionsbedingte Fehler beim Spritzgießen automatisiert und inline aufspüren – dafür hat das SKZ ein thermografisches Messsystem entwickelt.

Mit dem thermografischen Messsystem lassen sich produktionsbedingte Fehler wie Einfallstellen, Poren, Lunker, Risse oder Verzug detektieren und nachweislich die Produktqualität gewährleisten. Es basiert auf der Thermografie durch Einsatz von kostengünstigen Wärmebildkameras.

Aktive und passive Thermografie

Dabei wird je nach Einsatzzweck zwischen der aktiven und passiven Thermografie unterschieden. Während bei der passiven Thermografie die Eigenwärme des zu untersuchenden Objekts direkt nach dem Spritzguss mit einer Infrarotkamera gemessen und untersucht wird, ist bei der aktiven Thermografie zusätzlich eine gezielte Erwärmung des Bauteils etwa über Blitzlampen nötig, um Informationen über das Innenleben des Prüfobjekts zu erhalten.

Messsystem erlaubt 100-Prozent-Kontrolle

Mithilfe des neuen Messsystems können Fehler auch in komplexen Bauteilen automatisiert und prozessbegleitend erfasst werden. Dies erlaubt eine 100-prozentige Kontrolle ohne den anschließenden Einsatz von aufwändiger Automatisierungstechnik.

Das SKZ entwickelt thermografische Messsysteme zugeschnitten auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse und übernimmt auch die Integration in vorhandene Prozessketten.

Das SKZ hatte im Herbst 2020 angekündigt, Prüfsysteme für die Kunststoffindustrie zu entwickeln und zu vertreiben.

sk