Teile greifen neu gedacht

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Gimatic setzt bei seinen neuen Angusszangen der Baureihen DD und PB auf ein patentiertes Abfragesystem, das bisherige Nachteile beim Greifen eliminiert.

Beim Greifen von Spritzgießteilen wird in der Regel ein Anguss gegriffen, vorzugsweise über eine Sensorabfrage. Hierzu sitzt an einer Backe des Greifers eine Schaltfahne, die dann einen Sensor betätigt. Der Nachteil hierbei: Um eine höhere Schaltgenauigkeit zu erreichen, wird der Sensor weit vorne platziert und bildet oftmals eine nichtgewollte Störkontur. Auch beim Greifen von sehr kleinen Angüssen gab es zum Teil Schaltungenauigkeiten. Um dies zu vermeiden, sollte der Anguss direkt abgefragt werden und nicht beispielsweise über eine Kolbenbewegung, um dann die korrekte Position zu bestimmen.

Auf dem Messestand von Gimatic zu sehen: Die Anguss-Winkelgreifzangen DD mit Stahlfingern. Foto: Gimatic

Greifen ohne Störkonturen

Gimatic geht hierfür neue Wege: ein neuentwickeltes Abfragesystem beseitigt sämtliche Störkonturen. Der Sensor wurde dazu weiter hinten, dort wo die Greiffinger befestigt sind, angebracht. Unterschiedliche Backen können nun an ein und demselben Grundkörper montiert werden, ganz egal, wie groß der Anguss ist und an welcher Stelle der Backen die Teile gegriffen werden.

Die Schaltgenauigkeit bleibt dabei konstant. Sollten die Backen per Hand bewegt werden oder wenn der Greifer ohne Bauteil schließt, wird kein Signal ausgegeben. Dadurch eröffnen sich auch neue Abfragemöglichkeiten. Gimatic verwendet hierzu optional die Sensortypen NPN, die bei Betätigung schalten und PNP für ein Dauersignal, das bei Betätigung unterbricht. Die Sensoren lassen sich auch austauschen. Der Hersteller setzt die neue Technik zudem in einer eigenen Version für Vakuumanwendungen ein.

Kleinere Angüsse mit weniger Spannkraft greifen: Gimatics Anguss-Winkelgreifzangen PB mit Aluminium- oder Stahlfingern. Foto: Gimatic

Absichern der Greifbacken entfällt

Ein Absichern der Backen mittels Konus oder Stahlstift entfällt zusätzlich. Stattdessen verhindert ein intern formschlüssig gesicherter Stift, dass die Stifte und somit die Backen herausfallen. Dass die Greifer zudem insgesamt leichter werden kommt außerdem hinzu.

Die selbstzentrierenden pneumatischen Anguss-Winkelgreifzangen DD verfügen über zwei Backen und einen einfachen Antrieb mit Federöffnung. Ausgestattet mit Stahlfingern und robusten Endanschlägen bieten sie eine hohe Spannkraft.

Die nicht selbstzentrierenden Anguss-Winkelgreifzangen PB besitzen hingegen Stahl- oder Aluminiumfinger. Sie bauen kleiner als die DD-Zangen und eignen sich für kleinere Angüsse, die weniger Spannkraft benötigen. Bei allen Angusszangen sind Materialien und Schmierstoffe FDA-H1 konform, wie Gimatic betont. Einem Einsatz in der Medizin- und Pharmatechnik steht somit nichts im Weg.

db

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