Sumitomo (SHI) Demag: Umsatz auf Rekordkurs

Umsatz auf Rekordkurs - Das verkündete das Management von Sumitomo (SHI) Demag (Gerd Liebig, CEO (li.), und Thorsten Thümen, Senior Director Technology) auf der Fakuma. Foto: K-ZEITUNG/Krumbholz

Sumitomo (SHI) Demag geht davon aus, 2021 einen Umsatz in Höhe von 808 Mio. EUR zu erwirtschaften – und befindet sich damit auf Rekordkurs.

Der alte Umsatzrekord des deutsch-japanische Spritzgießmaschinenbauer datiert aus dem Jahr 2018; damals wurden 800 Mio. EUR erzielt. Im vergangenen Jahr wurden 688 Mio. EUR Umsatz erzielt. Somit dürfte das Plus – abhängig von der Materialverfügbarkeit in den folgenden Wochen – bei 17 % liegen.

„Der Markt hat seit Anfang dieses Jahres extrem angezogen, getrieben von Automotive und Consumer“, sagte CEO Gerd Liebig auf der Fakuma. „Im Consumer-Bereich verzeichnen wir derzeit ein Allzeithoch, denn auch die Lohnspritzereien investieren wieder in Maschinen.“

Plattform-Konzept soll für neue Rekorde sorgen

„Generell ist aber die Anormalität derzeit die Normalität“, so Liebig weiter, der seit Kurzem einer von drei Vorständen der Sumitomo (SHI) Demag Plastic Group weltweit ist. „Der Markt schwankt extrem stark von Quartal zu Quartal. Dies ist an unseren deutschen Standorten schwierig abzubilden.“ Eine Antwort darauf ist das geplante Plattform-Konzept, das das Unternehmen über die weltweiten Standorte hinweg aufbauen will. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Standort verstärkt, die Preise harmonisiert werden. „Bei Paketanfragen wollen wir künftig auf unsere japanische Fabrik in Chiba zugreifen“, so Liebig.

7.000 Spritzgießmaschinen in diesem Jahr

Insgesamt wird Sumitomo (SHI) Demag in diesem Jahr knapp 7.000 Spritzgießmaschinen produzieren, davon 4.300 in Chiba. Aus Ningbo/China kommen 1.500 und von den deutschen Standorten in Schwaig und Wiehe zusammen 1.200. Bei elektrischen Maschinen ist Sumitomo (SHI) Demag nach Darstellung von Liebig die Nummer 1 in Europa.

„Unsere Entscheidung vor ein paar Jahren, konsequent auf vollelektrische Maschinen zu setzen, ist aufgegangen. Der Umsatz damit wird in den nächsten Jahren weiter steigen, da immer mehr Regierungen auf eine energieeffiziente Fertigung drängen.“ Kamen elektrische Maschinen bislang vor allem im Medical-Bereich und bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen im Verpackungsbereich zum Einsatz, so verzeichnet der Spritzgießmaschinenbauer aktuell auch eine starke Nachfrage für Standardverpackungen.

Umsatzsteigerung auch durch eigene Roboter

Außerdem sieht das Unternehmen einen Trend zur Automatisierung. Daher hat es mit Sam-C die erste eigene Roboter-Serienlösung auf der Fakuma vorgestellt, die die Lösungen von Partner Sepro ergänzen soll. „Künftig wird immer mehr Automation an der Spritzgießmaschine gefordert sein, insofern ist dies ein Wachstumsmarkt und unsere Kooperation mit Sepro wird nicht beeinträchtigt“, erklärteThorsten Thümen, Senior Director Technology. Die Mechanik des Sam-C stammt von Campetella; Sumitomo (SHI) Demag schneidet die Handle-and-Place-Lösung auf die Spritzgießmaschine zu.

Sabine Koll

Schlagwörter: