Studie: Der PET Kreislauf schließt sich

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Eine Studie bestätigt, dass das Bottle-to-bottle-Recycling von PET-Flaschen aller Voraussicht nach weiter zulegen und so der PET Kreislauf geschlossen werden.

Nach der Studie der Nachhaltigkeitsberatung Eunomia zum PET-Markt in Europa, die in Zusammenarbeit mit der European Federation of Botteled Waters EFBW, Petcore Europe und Plastics Recyclers Europe PRE erstellt wurde, wird der PET-Kreislauf immer weiter geschlossen. Denn der Trend zur Verwendung von recyceltem PET (rPET) dürfte aufgrund der gestiegenen Nachfrage weiter zunehmen.

rPET-Anteil steigt bis 2030 auf 55 Prozent

Bereits heute wurden laut der Studie bei den Recyclingverfahren erhebliche Verbesserungen erzielt, und mit der zunehmenden Qualität der Materialien könnte rPET bis 2030 einen Anteil von bis zu 55% an der gesamten PET-Nachfrage erreichen.

Besonders deutlich wird der aktuelle Wandel bei rPET in Lebensmittelqualität, das in Bottle-to-Bottle-Prozessen verwendet wird. Hier dürften die freiwilligen Zusagen der Hersteller und die in der EU-Richtlinie über Einwegkunststoffe festgelegten Ziele für den rPET-Gehalt (25 % bis 2025) die Produktion weiter beschleunigen.

Der Markt für Schalen und Platten, der derzeit 20 % des rPET abnimmt, wird in dem Bericht ebenfalls erfasst. Die Marktforscher gehen davon aus, dass die PET-Schalen, die in Europa hergestellt werden, durchschnittlich 50 % rPET enthalten, und dass sich der Trend zum Einsatz von rPET fortsetzen wird.

Als Haupthindernisse, die einem noch größeren Einsatz von recyceltem PET entgegenstehen, werden die ungenügende Sammlung und das nicht recyclinggerechte Design genannt. Um das EU-Ziel für die getrennte Sammlung von 90 % der Getränkeflaschen zu erreichen und die wachsende Nachfrage zu befriedigen, müssen laut der Studie gut durchdachte und harmonisierte Sammelsysteme mit Hilfe der lokalen und nationalen Behörden umgesetzt werden.

Gemeinsamer Ansatz für Recyclingfähigkeit und Produktdesign nötig

Parallel dazu muss aber auch ein gemeinsamer Ansatz für die Recyclingfähigkeit und das Produktdesign festgelegt werden. Initiativen wie EPBP und Recyclass haben nach Überzeugung der Verfasser der Studie die Grundlagen geschaffen und eine gemeinsame Richtung für die Industrie zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen vorgegeben.

Darüber hinaus würde die Erhöhung des Vertrauens und der Rückverfolgbarkeit der recycelten Materialien durch den Aufbau auf Systemen wie EuCertPlast und das Ziel, eine EU-weite Zertifizierung für recycelte Materialien zu etablieren, die optimale Akzeptanz von rPET sicherstellen.

PET-Kreislauf lässt sich nur vereint erreichen

Weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Die Industrie muss weiterhin mit politischen Entscheidungsträgern und Partnern in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, um die EU-Ziele zu erreichen und so erfolgreich eine PET-Kreislaufwirtschaft in Europa zu etablieren. Dabei sind alle Beteiligten gefragt, ihren Anteil dazu beizutragen, dass ein recyclinggerechtes Design, eine effiziente Sammlung und Sortierung sowie ein Recycling nach aktuellem Stand der Technik umgesetzt wird.

gk

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