Störungen an Spritzgießmaschinen schnell erkannt

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Bei Yamauchi in Hasselt zeigt Smartmonitor von Werma Störungen an Spritzgießmaschinen an und übermittelt alle Maschinendaten an einen zentralen Leitstand.

Oft sah sich Kunststoffverarbeiter Yamauchi in der Vergangenheit an seinem Standort im belgischen Hasselt mit Störungen an seinen Spritzgießmaschinen konfrontiert, ohne die exakte Ursache hierfür zu kennen. „Wir haben 50 Spritzgießmaschinen, die auf zwei Produktionshallen verteilt sind. Der gesamte Maschinenpark in beiden Hallen wird von drei Mitarbeitern gesteuert“, erklärt Rudi Vermeulen, Werkleiter bei Yamauchi in Hasselt, Damit sah sich das Unternehmen mit zwei Herausforderungen konfrontiert, sobald es zu einer Störung kam: Zum einen sind die beiden Hallen durch eine Betonmauer räumlich voneinander getrennt und daher nicht auf einen Blick überschaubar. Zum anderen beträgt die Distanz zwischen der vordersten und der hintersten Maschine rund 100 m. Durch diese räumlichen Begebenheiten kam es häufig zu Maschinenstörungen, welche lange Zeit unbemerkt blieben und somit nicht behoben werden konnten.

Nachrüstbares System für Störungen an Spritzgießmaschinen

Freuen sich gemeinsam über den Erfolg des neu eingeführten Systems (v.l.n.r.): Kurt De Pauw (Technical Account Manager bei Werma Benelux), Rudi Vermeulen (Werkleiter bei Yamauchi in Hasselt) und Guy Biets (Produktionsleiter Yamauchi in Hasselt). Foto: Werma

Daher suchte Yamauchi ein nachrüstbares System, welches Maschinenstörungen zuverlässig anzeigt und darüber hinaus sämtliche Maschinendaten an einen zentralen Leitstand übermittelt. Eine weitere Anforderung war, dass diese Informationen zudem ortsunabhängig auf dem Smartphone einsehbar sind.

Fündig wurde Yamauchi bei Werma Signaltechnik: Denn dank Smartmonitor sind alle relevanten Daten sämtlicher Maschinen, Anlagen und manueller Arbeitsplätze einfach auf Knopfdruck sichtbar. Das System besteht aus Funksendern, die als zusätzliches Element in der Signalsäule den jeweiligen Zustand per Funk an einen Funkempfänger übermitteln. Dieser Empfänger sammelt alle Daten und überträgt diese lückenlos in eine Datenbank. Über die mitgelieferte Software werden diese Daten auf einem zentralen Leitstand dargestellt. Alles wird dokumentiert und Reports zeigen vielfältige Möglichkeiten zur dauerhaften Prozess- und Produktivitätssteigerung auf. So werden bei Problemen Reaktionszeiten verkürzt, der Fertigungsablauf optimiert und es wird garantiert kein Stillstand mehr verpasst.

Durchschnittlich 20 Prozent weniger Maschinenstillstände

Im belgischen Werk von Yamauchi informieren Werma Signalsäulen bereits seit Jahren über den aktuellen Status der jeweiligen Maschine. Durch eine Fachzeitschrift wurde das Unternehmen auf die einfache Nachrüstung-Lösung zur Maschinenüberwachung Smartmonitor aufmerksam. In die bestehenden Signalsäulen konnte bei Yamauchi einfach ein Funkmodul integriert werden. Vermeulen war sofort begeistert und kontaktierte seinen Ansprechpartner bei Werma. Kurt De Pauw, Technical Account Manager bei Werma, stellte bereits wenig später schnell und unkompliziert ein Demo-Set für erste Tests bereit.

„Nach der Installation des Demo-Sets wurde schnell deutlich, wo eines der Probleme vieler Stillstände lag, nämlich am Rohstoff“, so Vermeulen. „Alleine während der 21 stündigen Testphase kam es zu 96 Alarmmeldungen.“ Sämtliche Fehlermeldungen wurden durch eine Charge eines neuen Produktionsmaterials ausgelöst. So konnte bereits nach wenigen Stunden das erste Problem lokalisiert und zeitnah gelöst werden. „Wir waren so begeistert, dass wir gleich alle unsere 50 Spritzgießmaschinen mit einem Funksender ausgestattet haben“, so Vermeulen.

Aktueller Zustand der Maschinen überall einsehbar

Alles im Blick: Die Verantwortlichen bei Yamauchi können den Status aller Maschinen zu jeder Zeit und auf jedem beliebigen Bildschirm kontrollieren. Foto: Werma

Dank der mitgelieferten Software kann Yamauchi jederzeit über verschiedene Bildschirme den aktuellen Zustand der Maschinen einsehen. Zusätzlich wurden inzwischen auch in der Kantine und im Außenbereich – also dort, wo keine Bildschirme existieren – vernetzte Signalsäulen installiert, die dem verantwortlichen Mitarbeiter optisch und akustisch auf Störungen hinweisen.

Dies wird durch die sogenannte Head-of-Line-Funktion ermöglicht: Dabei werden Zustände der einzelnen Maschinen einfach auf eine Signalsäule im einsehbaren Bereich gespiegelt. So konnte die Reaktionszeit noch weiter verkürzt werden. „Durch diese Optimierungsmaßnahmen konnten wird die Maschinenstillstandzeiten bisher bereits um 20 % reduzieren“, freut sich Vermeulen.

Kostengünstige Alternative zu MDE-Systemen

Die Betonwand zwischen den beiden Produktionshallen stellte in der Vergangenheit ein Hindernis bei der Erkennung von Maschinenstörungen dar. Dank eines zusätzlich angebrachten Repeaters können die Signale nun einwandfrei übertragen werden. Foto: Werma

Dabei ist die Lösung gleichzeitig kostengünstig. „Eine weitere Lösung wäre ein umfangreiches Maschinendatenerfassungssystem (MDE) des jeweiligen Spritzgießmaschinenherstellers gewesen. Allerdings ist der Anschaffungswert solcher komplexen Systeme um ein Vielfaches höher und die Integration auch wesentlich zeitaufwändiger“, sagt Vermeulen. Für Yamauchi war gerade die einfache und schnelle Integration des funkbasierten Systems der entscheidende Vorteil und der Grund voll auf die Werma-Lösung zu setzen.

Smartmonitor hat sich für Yamauchi bereits nach kurzer Zeit ausgezahlt: „Inzwischen führen wir auch eine Stückzählung mit dem System durch. Dadurch können wir die Fertigstellung von Aufträgen prognostizieren. So lassen sich die Rüstzeiten besser vorbereiten und auch Soll/Ist-Vergleiche während der Auftragsbearbeitung erstellen“, sagt Vermeuten. „Zudem werden wir ab sofort auch alle neuen Maschinen von Beginn an mit Werma-Signalsäulen und Smartmonitor ausstatten. So wird unsere Produktion noch weiter optimiert.“

sk

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