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STM und Bystronic beim Wasserstrahlschneiden vereint

STM Waterjet wird im österreichischen Eben die Voraussetzungen für die Produktion des Modells „Bystronic Byjet Flex“ schaffen.

STM will mit der Übernahme der Produktionsrechte der Wasserschneidanlagen von Bystronic europäischer Marktführer werden.

Der österreichische Wasserstrahl-Spezialist STM hat zum 1. September die alleinigen Produktionsrechte an Bystronic-Wasserstrahl-Schneidanlagen erworben. Damit entsteht gleichzeitig ein neues Mitglied der STM-Gruppe, die künftig neben den Standorten in Schweinfurt, Deutschland, und Eben, Österreich, mit der STM Swiss AG auch im schweizerischen Appenzell vertreten ist.

Das Neugeschäft läuft über STM

Dieser Schritt markiert den Beginn einer strategischen Partnerschaft, bei der STM das Neugeschäft sowie das Tuning von Bestandsanlagen obliegt. Bystronic verantwortet weiterhin den Kundenservice und die Bereitstellung der Ersatzteile für Bestandsanlagen. Im Bereich Forschung und Entwicklung will STM die Anlagenkonfiguration vor allem in punkto Software und Komponenten so weit wie möglich markenübergreifend kompatibel gestalten.

Die STM Wasserstrahl-Software „Smartcut“ ist bereits mit dem Datenformat der Bystronic-Software kompatibel. Langfristig ist zusätzlich die Entwicklung einer High End-Anlagenserie angedacht, die die konstruktiven Vorzüge beider Marken vereint. Bis dahin finden Bystronic-Kunden im STM-Modell „Premiumcut“ eine leistungsfähige Alternative zur Bystronic „Byjet“, die Interessenten obendrein entscheidende Vorteile bietet: Diese Anlage ist zusätzlich wahlweise für den 2D- oder 3D-Betrieb und damit mit TAC- sowie 3D-Schneidköpfen ausrüstbar. Auch insgesamt bietet das STM-Modulsystem nahezu grenzenlose Möglichkeiten, die Anlagenkonfiguration an individuelle Anforderungen anzupassen oder umzurüsten. Außerdem eröffnet  sich durch die neue Partnerschaft die Option, Bystronic-Bestandsanlagen mit der neuen „STM Jet“ Hochdruckpumpe auf mehr Effizienz und höheren Bedienkomfort zu trimmen. Zu diesem Zweck will STM bis Mitte 2019 eine Tuning-Aktion mit Sonderkonditionen für Bystronic-Kunden starten.

Vor allem die Anwender profitieren

Vom Neugeschäft abgesehen, hat das Venture für Mitarbeiter und Kunden so gut wie keine Auswirkungen, denn es soll weder Personal abgebaut noch migriert werden. „Dieser Schulterschluss macht das Arbeiten für alle Beteiligten attraktiver,“ konstatiert Jürgen Moser, geschäftsführender Inhaber der STM Stein Moser GmbH, der zudem betont: „Vor allem Anwender profitieren von doppelter Service-Power, gestärkter Infrastruktur, einem Plus an Know-how und einem breiteren Sortiment.“

Die Namensrechte für Bystronic-Wasserstrahlsysteme verbleiben bei der Bystronic AG, ebenso der komplette Kundenservice, das heißt, alle Betreiber von Bystronic-Wasserstrahl-Schneidanlagen können weiterhin auf den bewährten Workflow vertrauen und erhalten bis auf Weiteres Ersatzteile für alle Anlagen, die nach 2000 gebaut wurden.

Zusätzlich soll schnellstmöglich gewährleistet werden, dass das Bystronic „Bysoft“ CAD/CAM-System auch in STM-Anlagen und die STM „SmartCut“-Software in Bystronic-Anlagen integriert werden kann. Zudem wird STM Waterjet am Standort Eben die Voraussetzungen für die Produktion des Modells „Bystronic Byjet Flex“ schaffen. Im zweiten Schritt soll das Sortiment um eine neue Modellreihe ergänzt werden, die die Vorzüge beider Systeme vereint.  „Wir sind stolz darauf, dass wir für unser Wasserstrahl-Segment eine so ideale Zukunftslösung gefunden haben“ freut sich Johan Elster, Leiter Business Unit Markets bei der Bystronic Sales AG. „Wir wissen die Marke Bystronic bei einem der erfolgreichsten Wasserstrahl-Pioniere in besten Händen und können mit vereinten Kräften in einem spannenden Wachstumsmarkt Akzente setzen, ohne uns zu verzetteln.“

gk