Stellenabbau bei Krauss Maffei

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Krauss Maffei baut in den kommenden drei Jahren weltweit 510 Stellen ab, der Großteil davon in Deutschland.

Der Maschinenbauer mit Sitz in München streicht in Deutschland bis Ende 2022 insgesamt 430 Stellen. Dies sind gut 8 % der Belegschaft. 330 Stellen sollen bereits in diesem Jahr flach fallen. Vor allem Mitarbeiter in der Produktion sind betroffen.

Erreichen will das Unternehmen den Stellenabbau durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit-Regelungen sowie Freiwilligen-Programme, wie ein Unternehmenssprecher bestätigt. Er werde zudem für ausscheidende Mitarbeiter eine Transfer-Gesellschaft gegründet. „Wir wollen betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden“, so der Sprecher. Neben dem Stellenabbau will Krauss Maffei zudem die internen Prozesse effizienter gestalten.

Wirtschaftslage zwingt zum Stellenabbau

Das Unternehmen führt mehre Gründe für diese Einschnitte an: Die Investitionsbereitschaft der Automobilindustrie sei massiv zurückgegangen und der Ruf von Kunststoff als Werkstoff für Verpackungen leide. Zudem seien Umsatzeinbußen durch die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA sowie den Brexit  zu verzeichnen.

Investitionsprogramm läuft weiter

Unberührt bleibt von diesen Maßnahmen zur Kostensenkung das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte, der Bau von drei neuen deutschen Werken in Parsdorf, Laatzen und Einbeck. In Jiaxing/China hat Krauss Maffei zudem ein neues Werk gebaut, in dem Spritzgießmaschinen, Extruder, Roboter und Polyurethan-Equipment gefertigt werden sollen. Die Eröffnung steht kurz bevor, sie wurde aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschoben.

Das Werk im chinesischen Hayan, in dem unter anderem die vollelektrische Spritzgießmaschinenbaureihe PX Agile gebaut wird, ist aufgrund des Coronavirus geschlossen. Mitarbeiter aus der Verwaltung arbeiten dort vom Homeoffice aus.

sk

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