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Startschuss für Initiative Marktspiegel Werkzeugbau

Gemeinsam mit dem VDWF starteten Tebis und Gindumac die Initiative. Ziel ist, die Zukunftsfähigkeit im Werkzeug-, Modell- und Formenbau aktiv zu fördern.

In Arbeitskreisen konkretisierte sich die Grundidee, Unternehmenskennzahlen, Produktion, Organisation, Prozesse, Marketing und Vertrieb für die Branche vergleichbar zu machen.  Jens Lüdtke (Leiter Tebis Consulting), Benedikt Ruf (Managing Director Gindumac) und Dr. Claus Hornig (Claho) entwickelten daraus das finale Konzept und trieben das Projekt voran. Zusammen mit der Messe Stuttgart als Partner wurde die Initiative, im Rahmen eines Pilotprojektes mit ausgewählten VDWF-Mitgliedern, Ende September zur Marktreife gebracht.

Kennzahlen und Maßnahmen ableiten

Die Initiative „Marktspiegel Werkzeugbau“ soll dabei neue branchenspezifische Kennzahl für die Zukunftsfähigkeit des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus erbringen. Die Initiative ist auch darauf ausgelegt, Werkzeug-, Formen und Modellbauern, schnell und einfach, neue Einblicke in den Entwicklungsstand ihres Unternehmens im Vergleich zur Branche zu verschaffen. So können konkrete Maßnahmen für die Zukunftsausrichtung abgeleitet und umgesetzt werden. Ziel ist dabei auch, aus dem „Marktspiegel Werkzeugbau“ einen neuen Branchenstandard zu etablieren.

“Wir sind überzeugt, dass der ‚Marktspiegel Werkzeugbau‘ genau das richtige Tool für Werkzeug-, Modell- und Formenbauer ist, um ihre Unter­nehmen markt- und umsetzungsorientiert in die Zukunft führen zu kön­nen. Dazu möchten wir einen wertvollen Beitrag leisten“ , betonen Jens Lüdtke, Leiter Tebis Consulting, Benedikt Ruf, Managing Director Gindumac und Dr. Claus Hornig, Claho.

Die Projektleiter der Initiative Marktspiegel Werkzeugbau nach erfolgreicher Abschlusspräsentation des Pilotprojekts an der Messe Stuttgart: (V.l): Dr. Claus Hornig (Claho GmbH), Jens Lüdtke (Tebis AG) und Benedikt Ruf (Gindumac GmbH). Foto: Marktspiegel Werkzeugbau

Mit Zindex in die Zukunft

Der Zukunftsindex, kurz Zindex, ist im Marktspiegel Werkzeugbau die neue unternehmensspezifische Kennzahl zur Bestimmung von Zukunftsfähigkeit im Werkzeug-, Modell- und Formenbau. Der Marktspiegel Werkzeugbau bildet dabei übergeordnet in der Gesamtbetrachtung aller erfassten Teilnehmerdaten, die Grundlage für den so genannten Branchenindex, kurz: Bindex. Dieser zeigt einen neuen Branchenstandard und Branchentrends.

Im Marktspiegel Werkzeugbau werden Teilnehmer für einen unabhängi­gen Marktspiegel auf ihre unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit und Wert­schöpfung analysiert, vermessen und miteinander verglichen. Der Marktspiegel ist in vier übergeordnete Analysefelder aufgeteilt: Unternehmenskennzahlen, Produktion, Organisation/Prozesse, Marketing, Kommunikation, Vertrieb sowie Digitalisierung, Automation.

Die Werkzeugbauten können sich gezielt nach Unternehmensgrößen, Zielmärkten und Produktbereichen vergleichen. Die Unternehmensgröße wird durch die Merkmale Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiteranzahl bestimmt. In den Produktbereichen wird zwischen Werkzeugbau, Formenbau, Modellbau und Maschinenbau unterschieden. Die Zielmärkte teilen sich in Automotive, Consumer/Packaging, Electronics, Aerospace, Health/Pharma, Maschinenbau und Sonstiges auf. Sowohl interne als auch externe Werkzeugbauten können an der Initiative teilnehmen.Der Marktspiegel liefert dabei Antworten zu grundlegenden Fragen der Unternehmensführer im Werkzeugbau. Zindex ermöglicht jedem Unternehmen seine eigene Position zu bestimmen und im Branchenvergleich einzuordnen. Bindex zeigt den Status Quo und die Entwicklungen der gesamten Branche.

Vom Pilotprojekt zur Mex 2019 Edition

Insgesamt haben sich 16 Werkzeug-, Modell- und Formenbauer aus dem VDWF, im Rahmen des Pilotprojektes, der Initiative Marktspiegel Werkzeugbau angeschlossen. Die Ergebnisse des Pilotprojekts wurden bei einem Treffen beim Partner Messe Stuttgart Ende September präsentiert. “Die Vorstellung, dass sich nun auch im jährlichen Turnus Werkzeugbauten selbst in der Branche einordnen können und sich so auch eine Entwicklung in der Branche ablesen lässt, ist ein echter Mehrwert“ erklärt Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer VDWF. Im nächsten Schritt wurde der Marktspiegel nun für alle Unternehmen geöffnet, mit dem Ziel auf der Moulding Expo 2019 die erste „Mex-Edition“ zu präsentieren. Geplant ist stets zur Moulding Expo, im Zweijahresrhythmus, eine neue Version mit Branchen-Index (Bindex) zu veröffentlichen.

Gründungsvorhaben eingeleitet

Zur Weiterentwicklung und Etablierung der Initiative sollen die Teilnehmer aktiv in Form einer Genossenschaft beteiligt werden. Die Organisation als Genossenschaft ist ein Garant dafür, dass die Daten in guten Händen sind, denn sie gehören nur den Werkzeugbauten selbst. Die Unternehmensdaten werden der Genossenschaft nur zur Erstellung des Markspiegels zur Verfügung gestellt und, durch einen neutralen Treuhänder, anonymisiert zur Verarbeitung verteilt. Aktuell befinden sich die Projektverantwortlichen in der Konkretisierung des Gründungsvorhabens und des Preismodells. Angestrebt wird ein, für die Genossenschaftsmitglieder faires Preismodell zwischen 1.000 und 1.500 EUR pro jährlichen Report.

Schon jetzt können sich alle Werkzeug-, Modell- und Formenbauer die Teilnahme am kommenden Marktspiegel Werkzeugbau sichern.

db