Stapelfaser: Reinigungsgranulat für schnellen Wechsel

Im Technikum von IFG Asota werden Stapelfasern mit häufig wechselnden, auch biobasierten Faser-Rezepturen produziert. Ein Reinigungsgranulat beschleunigt die Wechsel und verringert Materialverluste beim Anlaufen der Anlage. Bild: IFG Asota

Ein Reinigungsgranulat unterstützt den effizienten Materialwechsel bei der Produktion von Stapelfaser-Spezialitäten – auch bei biobasierten Polymeren.

Ein Reinigungsgranulat der Firma Dreychem trägt bei der Produktion von Stapelfasern zum effizienten Materialwechsel bei und verringert Materialverluste beim Anlaufen der Anlage. So auch im Technikum von IFG Asota in Linz/Österreich. Hier laufen Versuche mit häufig wechselnden Rezepturen, auch biobasierten Faser-Polymeren.

Viele Materialwechsel bei Stapelfaser-Spezialitäten

IFG Asota ist das F&E-Zentrum der Industrial Fibres Group (IFG), ein Hersteller von schmelzgesponnenen Stapelfasern aus PP, PE, PA. Bedingt durch die Vielzahl eigener und kundenseitiger Entwicklungen von Spezialitäten sind auf der dort installierten, semi-industriellen Technikumsanlage Produktwechsel an der Tagesordnung. Zunehmend kommen auch Biopolymere wie PLA (Polylactid) und PBS (Polybutylensuccinat) zum Einsatz.

Ein gründliches Reinigen der beiden Extruder hält den für den Wechsel erforderlichen Zeit- und Materialaufwand gering. Es trägt außerdem zum hohen Qualitätsniveau der produzierten Fasern bei. Das Reinigungsgranulat Dreyclean LT von Dreychem hat sich – auch bei der Verarbeitung der Biopolymere –in vieler Hinsicht als vorteilhaft erwiesen.

Dazu Andreas Weinberger, R&D-Manager bei IFG Asota: „Angesichts von Faserdurchmessern bis unter 20 µm können schon kleinste Verunreinigungen in der Schmelze Produktionsprobleme auslösen. Insbesondere wenn die Anlage eine gewisse Zeit stillgestanden hat, reicht ein Spülen mit dem verwendeten Polymer nicht aus. Dies gilt umso mehr für Biopolymere, die bei höheren Temperaturen rasch zum thermischen Abbau neigen.“

Um alle Ablagerungen und Agglomerationen sicher zu entfernen, verwendet Weinberger daher das Reinigungsgranulat von Dreychem: „Seit dessen Einsatz treten signifikant weniger Störungen wie Faserabrisse auf, die meist durch Verunreinigungen bedingt sind. Darüber hinaus zeigen unsere Erfahrungen, dass nach Einsatz des Reinigungsgranulats um bis zu 20 °C geringere Verarbeitungstemperaturen im Extruder für die gleiche Durchsatzleistung ausreichen. Dies verbessert die Qualität der biobasierten Fasern und der Energieverbrauch sinkt.“

Reinigungsgranulat halbiert Anlaufzeiten

Als weiteren Vorteil nennt Weinberger den geringeren Materialverlust gegenüber dem Spülen mit dem Originalmaterial: „Biobasierte Kunststoffe wie PLA sind deutlich teurer als herkömmliche, für das Schmelzspinnen eingesetzte Thermoplaste. Dies und die bei uns geringen Laufzeiten pro Charge machen die Materialverluste, die bis zum Erreichen eines stabilen Prozesses anfallen, zu einem bedeutsamen wirtschaftlichen Faktor. Mit dem Reinigungsgranulat konnten wir diese Anlaufzeit mehr als halbieren.“

Kerstin Brunken, Geschäftsführerin von Dreychem, ergänzt: „Mit Dreyclean LT haben wir ein mechanisch wirkendes Reinigungsgranulat entwickelt, das auch ohne abrasive Bestandteile in der Lage ist, hartnäckige Verkrustungen und andere Ablagerungen wirksam zu beseitigen. Dabei reicht das Einsatzspektrum von Polyolefinen über PET bis zu TPE und TPU bei Verarbeitungstemperaturen von 180 °C bis 320 °C. Zu reinigen sind Extruder ebenso wie Spritzgießmaschinen und –werkzeuge. Wir freuen uns, dass die Anwendung bei IFG Asota jetzt auch die vorteilhafte Wirkung bei der Verarbeitung von Biopolymeren unter Beweis stellt.“

mg

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