Spritzguss-Kleinserien effizient in der Fertigung

Die Fertigung von Spritzguss-Kleinserien ist laut VWH wirtschaftlich realisierbar. Foto: VWH

Kleinserien mit Losgrößen unter 1000 lassen sich laut VWH auch im Spritzgießen wirtschaftlich fertigen – vor allem wenn hohe Teilequalität gefrafgt ist.

Auch wenn die additive Fertigung für Kleinserien eine flexible Fertigung beliebiger Bauteile mit geringem Kostenaufwand verspricht, eignet sich das Spritzgießen durchaus für die effiziente Produktion von Kleinserien. Beim Abwägen, welche Fertigungstechnik die richtige ist, rät der Werkzeugbauer und Automationsspezialist VWH mit Sitz in Herschbach im Oberwesterwald, produktionstechnische Herausforderungen und qualitative Anforderungen in Balance zu bringen.

Die technische Vorgehensweise des Spritzgießverfahrens begründet auch die Herausforderungen bei der Produktion von Kleinserien. Denn auch für eine Kleinserie muss eine adäquate Spritzgießform hergestellt werden. Das Engineering der Formen nimmt einen großen Teil der Zeit und Kosten in Anspruch, welche sich üblicherweise in einer Kostendegression aufteilen sollten. Jedoch bieten Kleinserien nicht die quantitative Basis und sind somit auf den ersten Blick ungeeignet für das Spritzgießen.

Werkstoff-Vielfalt spricht für das Spritzgießen

Doch die Vorteile des Spritzgießverfahrens liegen in der Präzision und Qualität der hergestellten Teile – sowie in seiner Versatilität: Derzeit gibt es kein 3D-Druckverfahren, das die materielle Vielfalt des Spritzgießverfahrens erreicht. Die mechanischen Eigenschaften und Qualitätskompromisse schlagen den industriellen 3D-Druck in der Qualitätssicherung der Bauteile. Auch bei der Erweiterung der Kleinserie zu einer Serienproduktion, ist der Spritzguss die adäquate Option, um diese mit geringem Kostenaufwand stemmen zu können. Weitergehend kann der stufenartige Aufbau eines 3D-Drucks qualitative Nachteile der Langlebigkeit mit sich bringen.

Weitere Vorteile des Spritzgießens gegenüber mechanischen Herstellungsverfahren sind schnellere Bereitstellungsprozesse und vor allem der kostengünstige Einsatz bei wiederkehrendem Bedarf.

Kleinserien: Vom Prototypen in die Operative

Doch sollten die beiden Fertigungsverfahren nicht gegenübergestellt werden, sondern miteinander kooperieren. VWH verwendet den industriellen 3D-Druck für das Rapid-Protoyping und ermöglicht somit eine schnelle Bereitstellung von Prototypen für eine Produktion in Spritzgieß-Kleinserien. Der Prototyp muss auf seine Funktionalität getestet werden. Merkmale der Beschaffenheit, Optik und der Funktionalität sind hierbei Ausschlusskriterien, um die richtigen Prototypen und darauf aufbauend die benötigten Spritzgießformen festzulegen. Wenn diese überzeugen, beginnt der Spritzgießprozess, der in einer Kleinserie nur einige Tage bis wenige Wochen in Anspruch nimmt.

Fertigung binnen von fünf Tagen

VWH produziert Spritzguss-Kleinserien in einer Anzahl von unter 1000 Stück. Eine Bereitstellung der Bauteile kann dabei schon innerhalb von fünf Tagen erfolgen.

sk