Spritzgießsimulation jetzt auch zum Anfassen

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T-Box von Simcon ermöglicht die bestmögliche Temperierung des Werkzeugs. Zudem bietet das Add-On eine Mehrkomponenten-Simulation auch im RIM-Verfahren.

Eines der wichtigsten Elemente bei der Gestaltung des perfekten Kunststoff-Bauteils ist die passende Auslegung der individuellen Spritzgieß-Werkzeuge – sie bilden die Grundlage für einen bestmöglichen Prozess. Darum haben die Ingenieure von Simcon bei der Entwicklung der neuen Version 11 der Simulationssoftware Cadmould einen besonderen Fokus auf die „T-Box“ gelegt. Der erweiterte Funktionsumfang des Add-Ons erleichtert die Berechnung und Gestaltung des Temperaturverlaufs im Werkzeug noch mehr als bisher; die Konstruktionsphase – gerade von komplexen Geometrien – wird dadurch effektiv verkürzt.

Dank der optimierten T-Box kann ein Spritzgießwerkzeug als Sketch, also als „grobe“ Entwurfsskizze, oder als fertige Konstruktion in die Simulationssoftware eingelesen werden. Foto: Simcon

Dank der optimierten T-Box kann ein Spritzgießwerkzeug als Sketch, also als „grobe“ Entwurfsskizze, oder als fertige Konstruktion in die Simulationssoftware eingelesen werden – inklusive zahlreicher Parameter wie Temperierkanäle, Anguss, Trennflächen und Einleger für Mehrkomponenten-Werkzeuge aus unterschiedlichen Werkstoffen. Cadmould erstellt aus der Summe der Daten eine hochpräzise 3D-Simulation der Temperaturverläufe. Den Einfluss von Normalien – etwa von Hasco Temp-Flex-Schläuchen – berücksichtigt die Software dabei vollautomatisch. Jetzt können Anwender direkt in der Simulationssoftware die Parameter variieren, den Einfluss auf die Simulation bewerten und einfach die beste Lösung gestalten.

Unterstützung von Trends der Spritzgießfertigung

Simcon greift mit dem Update von Cadmould auch entstehende Trends der Spritzgieß-Welt auf: Die Simulation des Reaction-Injection-Moulding-Verfahrens – kurz RIM – ist jetzt vollständig in die Software integriert. Auch beim RIM ist damit die Simulation von Mehrkomponenten-Spritzgieß-Prozessen möglich. Hersteller können dadurch alle Vorteile für Qualität und Wirtschaftlichkeit optimal nutzen, die aktuelle kombinierte Fertigungsverfahren bieten. Etwa, wenn beim so genannten Formteil-Direktbeschichten das Spritzgießen und Lackieren in einem zweistufigen Prozessschritt im selben Werkzeug erfolgen.

Für die Bewertung der Simulationsdaten aus Cadmould V 11 bietet das Unternehmen eine Ergänzung zur Darstellung am Monitor: Mit dem Modul Unwarp kann man die Simulations-Ergebnisse auch erfühlen. Dazu werden die ermittelten Werte für Verzug, Schwindung und – jetzt neu – Dickenschwindung an Einfallstellen an einen 3D-Drucker exportiert. Das Bauteil kann dann bereits in der Entwicklungsphase auch haptisch bewertet werden.

sl

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