Foto: Engel
Engel hat seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Demnach sollen unter anderem die Spritzgießmaschinen in Zukunft ressourcenschonender gestaltet und produziert werden.

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Spritzgießmaschinen: Engel mit Nachhaltigkeitsbericht

Engel hat seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht; danach soll Spritzgießmaschinen künftig kreislauffähig gestaltet werden.

Engel hat seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht; danach soll Spritzgießmaschinen künftig kreislauffähig gestaltet werden.

Für seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht hat der österreichische Spritzgießmaschinenbauer den Corporate Carbon Footprint (CCF) für seine drei österreichischen Standorte berechnet. Demnach ist Engel Austria im Bereich der Reduktion der eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) bereits sehr gut aufgestellt: Das Unternehmen bezieht von den Energieversorgern 100 % Grünstrom. Der Gesamtstromverbrauch liegt bei 40.217.220 kWh. Zur weiteren schrittweisen Reduktion der Emissionen aus Scope 1 und Scope 2 werden aktuell weitere Maßnahmen wie die Nutzung von Wärmerückgewinnung und Wärmepumpen analysiert und validiert.

Engel forciert laut Nachhaltigkeitsbericht den Gas-Ausstieg

Ein weiteres Ziel der Engel Gruppe ist die Reduktion der Verbräuche aus nicht-erneuerbaren Energiequellen. Im Hauptfokus steht der Ausstieg aus Gas. Dieser Schritt werde nicht nur aufgrund von CO2-Einsparungen, sondern auch aus aktuellen politischen Gründen immer relevanter, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht (hier der Link dazu). Im Moment beträgt der Gasanteil bei Engel Austria 27% Prozent des Gesamtenergiebedarfs.

Um die Nutzung erneuerbarer Energien weiter zu forcieren, plant das Unternehmen weitere Investitionen in den Ausbau von Photovoltaikanlagen an den Standorten weltweit. Am Standort Schwertberg können aktuell bereits 10 % des Strombedarfs durch die eigene Photovoltaikanlage abgedeckt werden. In den Werken laufen zur Steigerung der Energieeffizienz Projekte zur Reduktion des Druckluftverbrauchs, zur Rückgewinnung von Wärme aus Produktionsprozessen, LED-Beleuchtung und zum Temperaturmanagement in den Werkshallen.

Spritzgießmaschinen sollen leichter werden

Ein weiterer Schwerpunkt von Engel ist Materialreduktion und -substitution bei den Maschinen. Ziel ist es, eine durchschnittliche Materialreduktion im einstelligen Prozentbereich pro Designüberarbeitungsschritt umzusetzen – auch um die Maschinen leichter zu machen und die Emissionskosten beim Transport zu reduzieren. Dafür wird zu Beginn im Produktdesign angesetzt und mit Simulationstools zur topologischen Optimierung sowie zum Bau von Prototypen gearbeitet. Im Fokus stehen dabei vor allem emissionsintensive und schwere Materialien wie Gusseisen oder Stahl.

Kreislauffähige Maschinen sind ein weiteres Ziel: So will Engel ein sinnvolles Konzept zur Aufrüstung von älteren Maschinen entwickeln, anstatt diese auszumustern. Älteren Exemplaren soll durch den Einbau eines neuen, energiesparenden Antriebssystems oder eines neuen Steuerungssystems neues Leben eingehaucht werden. Ein weiterer Baustein dafür ist das Tochterunternehmen Engel Used Machinery, das bereits im Markt befindliche Maschinen aufkauft, aufarbeitet und wieder verkauft.

Bei der Nachhaltigkeitsrating-Agentur Ecovadis hat Engel aktuell den Silber-Status.

sk