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Spritzgießmaschine: Netstal verkürzt Trockenlaufzeit

Die optimierte Elios 4500 (hier die bisherige Variante der Spritzgießmaschine) mit elektrisch betätigten Kniehebel bringt Anwendern eine kürzere Trockenlaufzeit und damit kürzere Zykluszeiten. Foto: Netstal

Die Elios 4500 von Netstal hat nun einen vollelektrischen Antrieb, sodass sich die Trockenlaufzeit der Spritzgießmaschine auf 1,4 s verkürzt.

Eine schnellere Trockenlaufzeit und weniger Energieverbrauch auf verkleinerter Stellfläche – das sind die Merkmale der Elios 4500, der Netstal eine vollelektrischer Schließeinheit verpasst hat.

„Durch eine intelligente Neuauslegung der Betätigungselemente in der Schließeinheit konnten wir den hydromechanischen Teil des Antriebs komplett eliminieren und damit einen rein elektrischen Antriebsstrang realisieren. Für unsere Kunden wird die Elios 4500 dadurch noch produktiver. Zugleich erzielen sie weitere Einsparungen bei den Stromkosten“, sagt Marcel Christen, Produktmanager bei Netstal.

Trockenlaufzeit um 0,1 auf neu 1,4 s verkürzt

Das Resultat in Zahlen: Die Trockenlaufzeit der Elios 4500 verkürzt sich um 0,1 s auf neu 1,4 s. Bezogen auf den Trockenzyklus gemäß Euromap sinkt der Energieverbrauch um 7 kW. Durch den Entfall der hydromechanischen Komponenten zur Betätigung des Kniehebels ergibt sich zudem eine um 450 mm verkürzte Maschinengesamtlänge. „Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für unsere Kunden, wenn die eingesparte Fläche in der Produktionshalle anderweitig gewinnbringend eingesetzt werden kann“, ergänzt Christen.

Diese Optimierungen helfen vor allem Herstellern von Dünnwandverpackungen, die in Sachen Effizienzsteigerungen in Zehntelsekunden denken; denn jede Zykluszeitverkürzung führt zu einer gesteigerten Produktivität. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Stückkosten ist die Energieeffizienz der Produktionsanlagen.

Spritzgießmaschinen-Baureihe für Dünnwandverpackungen prädestiniert

Alle hybriden Hochleistungsmaschinen der Elios-Baureihe sind für schnelllaufende Dünnwandanwendungen ausgelegt. In den Schließeinheiten der größeren Varianten mit 5.500, 6.500, 7.500, 8.800 und 10.000 kN wirkt weiterhin das patentierte Antriebskonzept zur Betätigung des Kniehebels. Christen: „Bei den höheren Schließkräften ist der hybride Antrieb nach wie vor die ideale Synthese, um die optimale Kombination aus Geschwindigkeit und Energieeffizienz zu gewährleisten. Er besteht aus einem elektrisch angetriebenen Doppelzahnstangengetriebe und einer synchron mitwirkenden hydromechanischen Betätigung, die für den Aufbau der maximalen Schließkraft sorgt.“

Die Trockenlaufzeit bewegt sich je nach Modell zwischen 1,4 und 2,2 s. Die sehr hohe Energieeffizienz der Maschinen wird unter anderem durch die Rückgewinnung kinetischer Energie gewährleistet, die in Form von hydraulischer Energie im Gesamtsystem wieder eingesetzt wird.

sk