Spielwarenhersteller Lego wächst gegen den Trend

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Lego bleibt auf Wachstumskurs: 2019 hat der Spielwarenhersteller den Umsatz um 6 % auf 38,5 Mrd. DKK gesteigert, während der Weltmarkt um 3 % schrumpfte.

Der dänische Spielwarenprimus ist damit im vergangenen Jahr gegen den weltweiten Trend gewachsen: 38,5 Mrd. DKK, das sind umgerechnet 5,2 Mrd. EUR. 2018 hatte das Umsatzplus 4 % betragen.

Der Nettogewinn stieg 2019 um 3 % auf 8,3 Mrd. DKK. Demgegenüber ist der Spielwarenmarkt nach jüngsten Zahlen des Marktforschungsunternehmens NPP Group 2019 in den 13 wichtigsten Ländern um 3 % zurückgegangen.

„Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Niels B. Christiansen, CEO der Lego Gruppe. „Es war ein starkes Jahr, in dem wir die Spielzeugindustrie übertroffen haben und den Umsatz und Marktanteil der Verbraucher in allen unseren größten Märkten gesteigert haben. Wir haben auch unsere Präsenz in neueren Märkten ausgebaut.“

Die Unternehmensgruppe steigerte die Verbraucherumsätze in allen Marktgruppen. Amerika und Westeuropa wuchsen im einstelligen Bereich, während China ein starkes zweistelliges Wachstum verzeichnete.

Wachstum auf chinesischem Markt

Lego legte im vergangenen Jahr den Schwerpunkt auf den Vertrieb mit der Eröffnung von 150 Lego-Markengeschäften, die Modernisierung der E-Commerce-Website und die Stärkung der Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern. Der Spielwarenhersteller verfügt nun über 570 Läden auf der ganzen Welt, wobei für 2020 die Eröffnung von etwa 150 weiteren Läden geplant ist, 80 davon auf dem chinesischen Festland.

China bleibt ein strategischer Wachstumsmarkt für Lego. In China produziert Lego außerdem seit November 2016 in einem Werk in Jiaxing, südlich von Shanghai

Frédérique Tutt, Global Toys Industry Analyst bei der NPD Group, sieht die Lage für die Spielwarenhersteller in diesem Jahr kritisch: „In den USA freuen wir uns, dass die Bedrohung durch die Zölle für Spielzeug nicht länger ein Problem darstellt. Aber wir sehen uns jetzt mit einer potenziellen industriellen Krise durch das Coronavirus konfrontiert, die sich auf die Produktion in China auswirkt. Wir hoffen, dass sich die Situation sehr bald bessert und wir wieder zur Tagesordnung übergehen können.“

sk

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