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Spielwaren: Umsatzrekord bei Simba Dickie

Neu im Programm ist bei Big – einem Unternehmen der Simba Dickie Group – der kultige VW T1 für Kinder ab 1,5 Jahren. Hergestellt wird der von Volkswagen offiziell lizenzierte Kleinbus im Big-Werk in Deutschland. Foto: Simba Dickie Group

Spielwarenhersteller Simba Dickie Group hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 5,5 % auf die Rekordhöhe von 754 Mio. EUR gesteigert.

Der internationale Umsatzanteil des Spielwarenherstellers mit Hauptsitz in Fürth liegt wie im Vorjahr unverändert bei 75%. Die Hauptexportnationen der Gruppe waren im Jahr 2021 wieder die USA, Frankreich und Italien.

Die Margen standen allerdings unter Druck durch merkliche Verknappungen im Bezugsbereich, insbesondere bei Rohstoffen, Komponenten, Kartonagen sowie bei Fertigwaren und beim Frachtraum aus Fernost. Das führte laut Simba Dickie Group zu einer nicht unerheblichen Verteuerung beim Warenbezug. Aufgrund dieser Entwicklung entstanden Engpässe in der Logistik und bei der Warenversorgung im Weihnachtsgeschäft.

Ertragssituation schwierig durch Lieferkettenprobleme

„Die zum Teil erheblichen Verteuerungen bei Rohstoffen, Komponenten, Kartonagen, bei Fertigwaren und bei den Seefrachtraten waren und sind am Markt durch adäquate Preisanpassungen nicht oder zumindest nicht in voller Höhe umsetzbar gewesen und werden auch in Zukunft nicht vollständig umsetzbar sein. Das hat im Jahr 2021 zu einem gewissen Druck auf die Margen geführt“, sagt Manfred Duschl, Geschäftsführer der Simba Dickie Group. „Durch eine umsichtige und vorausschauende Warenbevorratung konnte die Ertragssituation der Gruppe auf einem nach wie vor guten und zufriedenstellenden Niveau gehalten werden. Bei einer in 2022 weiterhin so anhaltenden Situation bleibt das in Zukunft sicherlich eine Herausforderung.“

Auch 2022 will die Simba Dickie Group wieder wachsen

Dennoch rechnet Duschl für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum in der gleichen Größenordnung wie 2021, nämlich um 5,4 % 795 Mio. EUR, zu steigern. Er geht davon aus, dass durch die Preiserhöhungen beim Warenbezug und im Seefrachtbereich Preissteigerungen im Verkauf nicht ausbleiben können.

Die Simba Dickie Group ist 2021 mit 49,0 % beim französischen Modellautohersteller Minimax eingestiegen. Er verfügt über zwei Fabriken in China, eine im Aufbau befindliche Produktionsstätte in Madagaskar und eigenen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Frankreich, UK und Japan.

Spielwarenhersteller hat 2021 50 Mio. EUR investiert

Manfred Duschl, CFO von Simba Dickie: „„Die zum Teil erheblichen Verteuerungen bei Rohstoffen, Komponenten, Kartonagen, bei Fertigwaren und bei den Seefrachtraten waren und sind am Markt durch adäquate Preisanpassungen nicht oder zumindest nicht in voller Höhe umsetzbar gewesen und werden auch in Zukunft nicht vollständig umsetzbar sein.“ Foto: Simba Dickie Group

Der Spielwarenhersteller hat im Jahr 2021 Investitionen in einer Größenordnung von 50 Mio. EUR getätigt. Vom Gesamtinvestitionsvolumen entfielen circa 10 Mio. EUR auf Werkzeuge für neue Produkte und Produktentwicklungen und circa 7,5 Mio. EUR auf neue Maschinen und maschinelle Einrichtungen in allen Produktionsbetrieben Unternehmensgruppe.

In bauliche Erweiterungen im Produktions- und Logistikbereich wurden 2021 rund 10 Mio. EUR investiert. So wurde das neue Logistikzentrum in Sonneberg/Thüringen fertiggestellt. Ein vollautomatisches Hochregallager bietet zusätzliche 13.200 Palettenplätze. Die Kapazitäten des automatischen Kleinteilelagers haben sich verdreifacht. Seit Juli 2021 wickelt die Simba Dickie Group dort auch die komplette Logistik von Märklin ab.

Logistikstandort in Sonneberg soll noch weiter ausgebaut werden

In diesem Jahr wird der Logistikstandort in Sonneberg weiter ausgebaut: Ein weiteres Lagergebäude wird circa 5.000 m2 Fläche für die Warenbereitstellung bieten. Zudem ist eine Eine konsequente Fortsetzung der Investitionen im Maschinenpark an allen Produktions- und Logistikstandorten der Gruppe geplant. Der Fokus bei diesen Investitionen liegt darauf, durch Rationalisierungen zumindest zum Teil notwendige Preissteigerungen im Verkauf auffangen zu können.

sk

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