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Spielwaren: Der Markt boomt weiter

Für Spielwaren wird weltweit viel Geld ausgegeben. Die Pandemie hat für neue Umsatzrekorde nicht nur bei Lego, sondern auch bei vielen deutschen Herstellern gesorgt. Foto: Lego

Die Spielwarenmärkte weltweit erwiesen sich auch im vergangenen Jahr als krisenfest; vor allem in den USA lief das Geschäft.

Nach einem extrem starken Jahr 2020 mit einem Plus von 11 % legte der deutsche Spielwarenmarkt 2021 noch einmal um 4 % auf 3,8 Mrd. EUR zu. Dieser Rekordwert wurde trotz Lockdown, Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten, anhaltender Lieferketten- und Logistikprobleme sowie steigender Energie­preise erzielt.

„Auch wenn Spielwaren als sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit Nutznießer der Pandemie sind, ist die gute Entwicklung der Branche nicht allein nur auf Corona zurückzuführen“, sagt Ulrich Brobeil, Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI). „Der Stellenwert von Spielwaren und Spielen als auch die gute Programmarbeit der Hersteller haben maßgeblich zur guten Entwicklung beigetragen.“

US-Markt legte um 13 % zu

Doch nicht nur in Deutschland brummte der Verkauf von Spielwaren: In den USA machte der Markt einen Sprung von 13 % auf 28,6 Mrd. USD. Die Marktbeobachter der NPD Group führen dies auch auf eine geringere Preissensibilität der Verbraucher zurück, die auf höherpreisige Produkte umstiegen.

Spielwaren-Boom in China – könnte schon bald der größte Markt sein

Hinzu kommt der boomende chinesische Markt: „Von einem schnell wachsenden Markt, der von Billigprodukten dominiert wurde, hat sich China im vergangenen Jahrzehnt zum zweitgrößten Spielzeugmarkt entwickelt“, erklärt Steve Reece, CEO des Beratunshauses Kids Brands Insight. „Der Spielwarenmarkt in China wächst weiter und wird in Zukunft der größte Spielwarenmarkt der Welt sein. Für Spielwarenunternehmen, die wachsen wollen, ist China nicht zu vernachlässigen.

Die deutschen Spielwarenhersteller partizipierten fast durchgängig an der Entwicklung auf den Märkten weltweit: Simba Dickie, Ravensburger, Schleich und Bruder erzielten 2021 alle Umsatzrekorde. Die Bilanz von Lego für das vergangene Jahr liegt noch nicht vor. Im ersten Halbjahr 2021 hat der Spielwarenprimus den Umsatz aber um satte 46 % steigern können:

sk