Software-Update für mehr Tempro-Sicherheit

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Ab sofort sind die direkt gekühlten Tempro-basic-C120-Temperiergeräte von Wittmann mit neuen Software-Features erhältlich. Bei gleichem Bedienkomfort leisten die Geräte mit diesen Lösungen ihren Beitrag zur Erhöhung der Produktionssicherheit.

Direkt gekühlte Wittmann-Temperiergeräte können bis zu einer Temperatur von 120 °C betrieben werden und kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Kühlleistungen erforderlich sind. Um hohe Kühlleistungen erzielen zu können, wird das Kühlwasser nicht wie ansonsten gebräuchlich indirekt über eine Kühlwendel geleitet, sondern der Wasserzufluss ist direkt an den Wärmetauscher angeschlossen. Somit ist die Betriebstemperatur des Geräts in indirekter Weise vom Wasserzulaufdruck abhängig.

Bisher war es bei auf 120 °C ausgelegten, direkt gekühlten Temperiergeräten der Fall, dass der Mindestzulaufdruck – 2 bar auf der unten abgebildeten Dampfdruckkurve – und die höchste zulässige Temperatur von 120 °C aneinander gekoppelt waren. Was es mit sich brachte, dass entsprechende Geräte bei niedrigerem Wasserzulaufdruck nicht in Betrieb genommen werden konnten. In einem solchen Fall musste die Druckeinstellung über das Display des Geräts erst manuell an die gerade herrschenden Betriebsbedingungen angepasst werden.

Software-Features für mehr Sicherheit

Mittels der neuen im Tempro basic C120 eingesetzten Software wird der Systemdruck (Wasserzulaufdruck) permanent gemessen, und es wird eine automatische Temperatur-Sollwertbegrenzung durchgeführt.

Die Dampfdruckkurve veranschaulicht den Zusammenhang von Wasservorlaufdruck und maximaler Betriebstemperatur. Foto: Wittmann

Beim Versuch des Bedieners, den errechneten maximalen Temperatur-Sollwert nach oben hin zu verstellen, blinkt die LED-Sollwertanzeige und gibt eine entsprechende Meldung. Dies als Hinweis darauf, dass eine Temperatur-Sollwerterhöhung aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, da zu wenig Wasserzulaufdruck besteht. Nach unten hin ist ein Minimaldruck von 1 bar fix eingestellt, womit Kavitation im Pumpengehäuse verhindert wird.

Auch das zweite neue Software-Feature des Tempro basic C120 dient der Verbesserung der Betriebssicherheit. Um ein sicheres Öffnen von Magnetventilen zu gewährleisten, darf ein gewisser Differenzdruck nicht überschritten werden. Aus diesem Grund sieht die Temperiergeräte-Software nun einen Abbau des Drucks bei 6 bar vor, und garantiert so die Funktionsfähigkeit des Magnetventils.

Sichere Entlüftung statt unnötigen Verschleißes

Schließlich wurde ein Feature implementiert, das der verbesserten Entlüftung des Geräts während der Aufheizphase dient. Durch lange Verschlauchungen und Umlenkungen im Werkzeug kann Luft im Temperierkreislauf eingeschlossen werden, was zu erheblichen Reparaturkosten führen kann. Luft im System verursacht unter Umständen Trockenlauf im Pumpengehäuse, der einen erhöhten Verschleiß der Gleitringdichtung mit sich bringen kann, und das Freiliegen des Heizstabs.

Die neue Tempro-Software sorgt für ein zyklisches Öffnen des Kühlmagnetventils während der Aufheizphase des Geräts, um die eingeschlossene Luft aus dem System zu fördern. Diese Maßnahme verhindert nicht nur möglicherweise anfallende Reparaturkosten, sondern gewährleistet auch eine bessere Wärmeübertragung zum Werkzeug. Insgesamt sorgt das Tempro basic C120 mit diesen neuen Features für beträchtliche Verbesserungen in Sachen Produktionssicherheit.

gr

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