Zum Inhalt springen

Software-Standard soll Effizienz bei der Produktentwicklung steigern

  • Technik
Im Projekt VMAP soll ein Software-Standard entwickelt werden, der die Produktentwicklung effizienter macht. Simcon beteiligt sich mit seiner Software Cadmould. Foto: Simcon

Im Projekt VMAP soll ein internationaler Software-Standard entwickelt werden, der für eine gesteigerte Effizienz bei der Produktentwicklung sorgen soll.

Rund 30 internationale Partner haben sich im Projekt VMAP – Virtual Material Modelling in Manufacturing zusammengeschlossen, um einen einheitlichen herstellerübergreifenden Software-Standard für den Informationsaustausch in der Entwicklung und der Produktion mit Computer Computer Aided Engineering (CAE) zu entwickeln und damit für mehr Effizienz in der Produktentwicklung zu sorgen.

Simcon unterstützt Entwicklung von Software-Standard

Die besten Produkte und Bauteile entstehen durch eine ganzheitliche Gestaltung von Entwicklungs- und Fertigungsprozessen. Im besten Fall stehen hierbei alle Daten zu Materialeigenschaften und -verhalten im gesamten Workflow zur Verfügung. Bisher erschweren jedoch viele unterschiedliche Schnittstellen den Datenfluss zwischen den Beteiligten. Verschiedene Dateiformate erfordern häufig umfangreiche – und damit teure – manuelle Anpassungen bei der Datenübergabe und bremsen den aktuellen Fortschritt hin zur Industrie 4.0 aus. Deshalb beteiligt sich auch Simcon, Anbieter von Software für die Spritzgießsimulation von Kunststoffbauteilen, am Projekt VMAP. Dabei ist die Simulationssoftware Cadmould für die produzierende Industrie im Bereich Kunststoffe ein maßgebendes Entwicklungs-Werkzeug.

Unter Projektführung des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI will man mit dem Standard die gesamte Wertschöpfungskette in der industriellen Produktion verbessern: Die reibungslose, automatisierte Kommunikation soll den Entwurfsprozess entscheidend vereinfachen und Zykluszeiten in der Konstruktionsoptimierung reduzieren. Neben Simcon beteiligen sich weitere renommierte Industrieunternehmen wie Audi, Bosch und Philips, Softwarehersteller verschiedener Branchen sowie mehrere Hochschulen an dem ambitionierten Projekt.

Mehr Effizienz bei der Produktentwicklung

„Ich gehe jetzt schon davon aus, dass die neue Schnittstellensprache die Effizienz unserer Kunden in Produkt- und Prozessentwicklung erheblich steigert“, freut sich Dr.-Ing. Paul F. Filz, Gründer und Mitgeschäftsführer von Simcon. „So werden wir einen Beitrag zur einer noch besseren und nachhaltigeren Wertschöpfung in der Gestaltung von Spritzgießbauteilen und -werkzeugen leisten.“

Im Laufe des Jahres 2020 werden die VMAP-Projektpartner den Standard gemeinsam erarbeiten. Anschließend wird die offene und herstellerunabhängige Community „Material Data Exchange Interface Standard“ seine Einhaltung verfolgen und die Weiterentwicklung vorantreiben.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt – ebenso weitere nationale Institutionen aus Österreich, den Niederlanden und Kanada.

kus

Schlagwörter: