So unterstützt das Corona-Hilfspaket die Industrie

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Mit welchen konkreten Maßnahmen das Corona-Hilfspaket der Bundesregierung die Corona bedingten Insolvenzen so gering wie möglich halten will.

Die drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch den Coronavirus haben schwerwiegende Folgen für Unternehmen und Wirtschaft. Das betrifft auch die meisten Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie. Selbst bislang gesunde, profitable Unternehmen geraten unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten. Ohne schnelle Hilfe würde vielen die Insolvenz drohen.

Umfassendes Hilfspaket soll helfen die Corona-Folgen zu meistern

Um durch die Corona-Krise bedingte Insolvenzen so gering wie möglich zu halten, hat der Bund ein umfassendes Hilfs- und Unterstützungspaket zur Verfügung gestellt. Ziel der Maßnahmen ist es, betroffene Unternehmen möglichst schnell mit passgenauen Unterstützungsleistungen zu versorgen, um unverschuldete Zahlungsengpässe zu vermeiden, Insolvenzen abzuwenden und einen krisenbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit so gering wie möglich zu halten.

Die von Bundesregierung und Bundestag bereitgestellten Hilfs- und Unterstützungsangebote sind vielfältig. Der Zugang zu ihnen unterscheidet sich nach wirtschaftlicher Situation, Größe und Alter eines Unternehmens. Die zentrale Botschaft der Bundesregierung bei allen Maßnahmen: Es ist genug Geld vorhanden, um die Krise zu bekämpfen und die Regierung wird diese Mittel auch einsetzen und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz haben dazu den Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen (PDF, 431 KB) vorgestellt, der folgende Maßnahmen enthält:

  1. Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
  2. Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck werden die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.
  3. Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.
  4. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz werden sich auch auf europäischer Ebene für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen einsetzen. Die Bundesregierung begrüßt unter anderem die Idee der Europäischen Kommission für eine „Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Mrd. EUR.

Unternehmen können den aktuellen Stand zu den Hilfsangeboten für die Wirtschaft auf der Internetpräsenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie abrufen (www.bmwi.de).

Auch der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) hält eine Zusammenfassung der wichtigsten Hilfsangebote für Unternehmen, weiterführende Links sowie ergänzende Informationen auf seiner Internetpräsenz (www.gkv.de) bereit, die in den kommenden Tagen weiter ergänzt wird.

GKV begrüßt Maßnahmen der Bundesregierung

Die Verbände der Kunststoff verarbeitenden Industrie unterstützen und begrüßen das erste Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Weitere Maßnahmen von Bund und Ländern werden zur Zeit vorbereitet und in den nächsten Wochen beschlossen. Der GKV und seine Trägerverbände werden die Mitgliedsunternehmen darüber informiert halten. Auch die Verbände nehmen die getroffenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sehr ernst. Viele Mitarbeitende der Verbände arbeiten, den allgemeinen Empfehlungen entsprechend, aktuell von zuhause aus und unterstützen die Unternehmen unseres Industriezweigs in dieser anspruchsvollen Situation.

gk

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