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So stimmt die Qualität bei der Kaltversiegelung

  • Technik
Verpackungsfolien, die auf der Vorderseite Seite bedruckt und auf der Rückseite mit einer Kaltversiegelung versehen werden, benötigen ein hohes Maß an Registerhaltigkeit. Foto: Isra Vision

Ein Hersteller von Verpackungen setzt bei der Kaltversiegelung metallisierter Folien das Inline-Inspektionssystem Printstar von Isra Vision ein.

Die Verpackungsmittelindustrie setzt auch bei Kaltversiegelungs-Anwendungen zunehmend auf Nachhaltigkeit. Zu einer nachhaltigen Produktion gehört die Reduzierung der Fehlerquote und damit des Ausschusses auf ein Minimum. Ein mittelständischer Hersteller von kaltversiegelten flexiblen Verpackungsfolien für die Lebensmittel- und die Kosmetikindustrie sieht sich hier gefordert. Seine Verpackungen müssen absolut dicht gegen hohe Feuchtigkeit, Sauerstoff und Aromaeinflüssen sein. Zudem werden die Folien nach  Kundenwunsch bedruckt.

Das Unternehmen verwendet seit vielen Jahren verschiedene Inspektionssysteme für die Druckprozesse und beschäftigt sich intensiv mit der Bildverarbeitungstechnologie. Für eine kombinierte Kaschiermaschine für Klebemittel mit Lösungsmittel auf Wasserbasis suchte der Verpackungsspezialist nun ein leistungsfähiges Inspektionssystem. Bisher wurden hier Symbole auf den Cold-Seal-Applikationen genutzt, die es erlauben, die Kaltsiegelmuster auf den Druck auszurichten. Allerdings erhöhte dieser Prozess die Komplexität für verschiedene Produktionsschritte. Vorrangiges Ziel ist daher die 100 % Inspektion des Kaltsiegelauftrags abhängig vom Druckregister und die damit verbundene Qualitätsverbesserung.

Die Applikation stellt hohe Anforderungen an die Inspektion: Zum einen wird die Versiegelung auf metallisiertes Trägermaterial auf der Rückseite der bedruckten Folie aufgetragen. Metallisierte Oberflächen sind aufgrund der ausgeprägten Reflektionseigenschaften besonders anspruchsvoll zu inspizieren. Zum anderen stellt die Inspektion mit Bezug auf Register eine große Hürde dar, da die Folie nicht transparent ist.

Die Entscheidung fiel auf das 100% Inline Inspektionssystem Printstar von Istra Vision. Der Hersteller verfügt über weitreichende Erfahrungen auch mit metallisierten Oberflächen.

Alle Fehler bei der Kaltversiegelung werden detektiert

So läuft der Prozess ab: Nach dem Bedrucken wird die flexible Folie zum Laminator geführt. Dort wird ein gleichmäßiger Kaltsiegelauftrag auf die Folienrückseite aufgebracht. Der Auftrag muss auf die exakte Position im Register zum Druck auf der Vorderseite ausgerichtet sein. Dabei wird die etwa 1 m breite Bahn mit hoher Geschwindigkeit durch die Anlage geführt. Dazu kommt, dass unterschiedliche Folien zum Einsatz kommen, die zumeist mit reflektierenden Oberflächen veredelt werden.

Das Inspektionssystem detektiert alle Fehler in der Kaltversiegelung und überwacht den Prozess, sodass die Beschichtung zum Wiederholungsdruck passt, gleichförmig sowie ohne Lücken ist. Durch den Einsatz hochauflösender LCCD-Kameras in Kombination mit ultraheller LED-Beleuchtung erkennt das Printstar-System sowohl einzeln als auch wiederholt auftretende Kaltsiegeldefekte in Echtzeit. Es werden beide Seiten der Folie mit demselben Inspektionssystem überprüft. Das Inspektionssystem erlaubt es dem Anwender, Alarme zu setzen, sofern der Kaltsiegelauftrag nicht mehr zum Register passt. Aufgrund der Audiosignalisierung kann sich der Bediener sogar parallel zur Inspektion anderen Aufgaben innerhalb des Beschichtungsbereichs widmen.

Material kann eingespart werden

Der Verpackungshersteller profitiert von weitreichenden Vorteilen: Die Prozesssicherheit wird gesteigert und die Produktionsmenge maximiert. Mit dem neuen Inspektionssystem wird Material gespart, indem nun die zu bedruckende Folienbreitereduziert werden kann, da die Druckmarken für die Versiegelung wegfallen. Außerdem konnte die Einrichtzeit dank des Isra-Systems signifikant verkürzt werden. Positiv hervorgehoben wird auch die intuitive Bedienung der Software: Der Bediener arbeitet sich einfach ein. Das graphische Benutzer-Interface sorgt für eine unmittelbare Information der Qualität aus der aktuellen Produktion.

Die Qualitätsabteilung kann die gesammelten Daten des Inspektionssystems nutzen, um die Standards in den vorgeschalteten Prozessen zu verbessern. Das Wissen über die erreichte Qualität ist außerdem ein wichtiges Kriterium, um mangelhaftes Material zu erkennen und deren Nutzung vorzubeugen. Dies verringert Makulatur erheblich und senkt die Kosten nachhaltig. Zukünftig will der Verpackungshersteller Features und Vorteile des Inspektionssystems nutzen, um seine Prozesse weiter zu verbessern und die Produktangebote zu erweitern.

sk