So ist Kollege FTS voll integriert in die Produktion

Fahrerlose Transportsysteme (FTS) sind bei Georg Utz flächendeckend im Einsatz für die Ver- und Entsorgung der Produktionsbereiche. Foto: Georg Utz

Kunststoffverarbeiter Georg Utz setzt schon lange auf Fahrerlose Transportsysteme (FTS) – und hat damit seine Produktion effizienter gestaltet.

Moderne Fördertechnologie wie FTS ist für Georg Utz, Hersteller von nachhaltigen Mehrweglogistik-Verpackungslösungen und technischen Teilen aus Kunststoff, elementarer Bestandteil der Produktion. „Auf der einen Seite müssen unsere Produkte geeignet sein, um den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht zu werden – sprich sie werden intelligenter und immer maßgeschneidert für jede Anforderung. Auf der anderen Seite setzen wir Fördertechnik und Automatisierung dort ein, wo es Sinn macht“, sagt Rüdiger Köhler, Geschäftsführer von Georg Utz. Das war auch der Grund für das Unternehmen mit Sitz in Schüttorf, sich für Fahrerlose Transportsysteme (FTS) zu entscheiden. Im Einsatz sind sie flächendeckend für die Ver- und Entsorgung der Produktionsbereiche.

Wegeoptimierungen in der Produktion

Rüdiger Köhler, Geschäftsführer Georg Utz: „FTS können künftig ein wesentlicher Teil der automatisierten Supply Chain sein.“ Foto: Georg Utz

„Zu Beginn wurden die FTS als Störenfried wahrgenommen, da sie immer stur ihren Auftrag abgearbeitet haben“, erinnert sich Köhler. „Mittlerweile hat sich das Bild aber gewandelt und die Ver- und Entsorgung der Produktion läuft nahezu reibungslos. Die ‚Kollegen FTS‘ sind voll integriert.“ Permanent laufen aber immer noch Optimierungen, seien es Wegeoptimierungen oder auch Änderung der Batterietechnik, sodass die Effizienz weiter zunimmt.

Aktuell hat Georg Utz nahezu alle Fahrzeuge mit Lithium-Ionen Batterien ausgestattet und die Ladeinfrastruktur entsprechend angepasst. Die Verfügbarkeit der FTS hat sich laut Köhler dadurch deutlich erhöht, denn die Batterien haben eine längere Laufzeit und parallel dazu haben sich Ladezyklen enorm reduziert. Weiterhin hat sich auch deutlich mehr Ruhe auf den Fahrwegen eingestellt, was die Arbeitssicherheit erhöht hat.

Ein weiterer Aspekt war und ist die Verfügbarkeit von Staplerfahrern. Köhler: „Wir arbeiten im Dreischichtbetrieb und hätten etwa 25 Staplerfahrer finden müssen, um die Leistung der FTS-Flotte zu kompensieren – und diese standen einfach nicht zur Verfügung. Alles in allem können wir sagen, dass die Entscheidung, auf FTS zu setzen, absolut richtig war.“

FTS werden zum Standard für interne Transporte

Welche Tendenzen sieht der Geschäftsführer in diesem Bereich für die Zukunft? „Wir gehen davon aus, dass sich die Technologie weiterentwickeln wird und immer mehr zum Standard bei internen Transporten werden kann. Sie wird ein wesentlicher Teil der automatisierten Supply Chain sein können“, betont Köhler. Er weist darauf hin dass verschiedene Unternehmen ja bereits an der Weiterentwicklung der Einsatzmöglichkeiten arbeiten, ob es nun beispielsweise in den Außenbereichen ist oder auch die Thematik „Schwarmtechnologie“. „Ich denke, dass die Intralogistik sich in den kommenden Jahren deutlich verändern wird. Die Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung werden auch den Wirtschaftsstandort Deutschland auf die Zukunft vorbereiten“, so Köhler.

Die Digitalisierung wirkt sich seiner Darstellung nach auch auf die Produktentwicklung von Georg Utz aus: „Da wir einen sehr hohen Anteil kundenspezifischer Produkte haben und diese auf automatisierte Prozesse ausgelegt sind, müssen die Schnittstellen berücksichtigt werden. Unsere Produkte müssen ‚intelligenter‘ werden“, sagt Köhler. „Heute schon werden Behälter und Inhalte miteinander verheiratet. Das ist allerdings nur ein kleiner Teil, denn die Informationstechnologie, wie zum Beispiel RFID, hat noch unglaublich viele Möglichkeiten. Sie werden vielleicht sogar irgendwann miteinander kommunizieren.“

Auch BMW setzt Fahrerlose Transportsysteme ein – etwa für den Materialfluss im Karosseriebau. Dabei werden sie mit Künstlicher Intelligenz gesteuert:

sk

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