Smartpolymer baut neue Produktionshalle

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Bis Mitte 2020 errichtet die TITK-Tochter eine neue Produktionshalle im Wert von rund 2,4 Mio. EUR.

„Da unser Produktprogramm weiter wächst, geben wir Smartpolymer nun mehr Raum“, begründet Geschäftsführer Benjamin Redlingshöfer den Bau der neuen Halle. Der Neubau entsteht in direkter Nachbarschaft des derzeitigen Standorts in der Prof.-Hermann-Klare-Straße 23. „Dort agieren wir derzeit unter recht beengten Bedingungen“, sagt Redlingshöfer.

Benjamin Redlingshöfer, geschäftsführender Direktor des TITK und einer von drei Geschäftsführern der Smartpolymer GmbH: „Mehr als 80 Jahre Know-how in der Forschung, Entwicklung und Herstellung von Polymerwerkstoffen am Standort Rudolstadt-Schwarza finden auch durch diese Investition ihre Fortführung.“ Foto: TITK/Steffen Beikirch

TITK-Tochter vermarktet nicht nur Werkstoffe, sondern auch Produkte und Verfahren

Die Smartpolymer GmbH war 2014 gegründet worden, um Neuentwicklungen aus dem Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) verfügbar zu machen. Vom Industrie- und Gewerbepark Rudolstadt-Schwarza aus vermarktet die TITK-Tochter nicht nur polymere Funktions- und Konstruktionswerkstoffe, sondern auch die daraus entwickelten Produkte und Verfahren.

Neben den Funktionsfasern der Cell Solution Familie sind das beispielsweise beflockte Applikatoren für die Kosmetikbranche oder Kälte- und Wärmespeichermedien mit integriertem Phasen-Wechsel-Material. Weiterhin übernimmt Smartpolymer auch die individuelle Anpassung oder Neuentwicklung von Additiven, Compounds und Polymeren.

Produktionshalle für Spezialfasern und beflockte Applikatoren

In der neuen Halle erhalten nun zwei wichtige Produktbereiche zukunftssichere Bedingungen. So werden dort ab Sommer 2020 Spezialfasern produziert, die als Sicherheitselemente (Identitäts- bzw. Plagiatsschutz) in Textilien oder anderen Materialien stecken. Gleichzeitig findet hier die Herstellung beflockter Applikatoren ihren neuen Platz.

Benjamin Redlingshöfer (M. l.), geschäftsführender Direktor des TITK und Geschäftsführer des Tochterunternehmens Smartpolymer, führt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (M. r.) und weitere Gäste durch das 3D-Drucklabor des TITK. Foto: TITK/Steffen Beikirch

Das Produktionsgebäude entsteht auf einer Grundfläche von rund 1600 m² als Stahlbetonskelettbau mit einer Wandverkleidung aus Isolierpaneelen. Auf weiteren 300 m² schließt sich ein Büro- und Sanitärtrakt an. Das Bauvorhaben wird von der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Thüringen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.

„In Vorbereitung dieser Investition entstanden bereits drei neue Arbeitsplätze, weitere sind im Rahmen der Kapazitätserweiterung nicht ausgeschlossen“, sagt smartpolymer-Betriebsleiter Marcel Schröter. Zurzeit beschäftigt die GmbH 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende. Die gesamte TITK-Gruppe zählt aktuell mehr als 200 Wissenschaftler, Entwickler und technische Mitarbeiter.

jl

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