SKZ-Fachtagung: Kunststoffprodukte in der Medizin

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Neben der Einführung der UDI stehen vor allem aktuelle Neuerungen und Weiterentwicklungen aus dem Bereich der Sterilisierung, Werkstoffmodifikation und Kennzeichnung im Fokus der Fachtagung.

Kunststoffprodukte müssen bei Anwendung in der Medizin häufig sterilisiert werden. Die Fachtagung soll Herstellern aus dem Bereich der Medizintechnik die regulativen Anforderungen an notwendige Dekontaminierungsverfahren für entsprechende Produkte aufzeigen und ihnen Informationen für die Umsetzung zur Hand geben. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welche Vorteile etwa eine Sterilisation mit Beta-/Gamma-Strahlen im Gegensatz zur Sterilisation mit Elektronenstrahlen bietet. Dabei sollen auch deren Auswirkung auf den jeweiligen Kunststoff, sowie mögliche Optimierungen aufgezeigt werden.

Das Anforderungsprofil an Kunststoffprodukte für die Medizin wird immer größer. Die Herstellung von maßgeschneiderten Werkstoffsystemen für Anwendungen in der Medizin stellt Entwickler vor immer neue Herausforderungen. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Konzipierung von Systemen, aber auch Themen wie der Einsatz von Additiven zum Explosionsschutz bei aktiven Pharma Ingredienten (API) oder die entsprechende Einarbeitung von Füllstoffen mit antimikrobiellen Eigenschaften.

Wie muss ein Werkstoff konzipiert sein, um ihn beispielsweise mit Laser beschriften zu können und damit die UDI zu erfüllen? Lasersysteme bieten den Vorteil, dass die Kennzeichnung direkt einsehbar ist. Über einen Barcode kann die Information relativ einfach ausgelesen werden. Tracer-Systeme oder Fluoreszenzmarker versprechen einen sehr hohen Plagiatschutz. Die Einarbeitung erfolgt direkt in das Kunststoff-Compound, wodurch eine nachträgliche Markierung entfällt.

Die vom SKZ auf der Festung Marienberg in Würzburg organisierte Fachtagung befasst sich mit diesen und weiteren aktuellen Themen.

db

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