SKZ: Erweiterung des Prüflabors um UVC-C-Prüfungen

Mit diesem Testgerät für UV-C-Beständigkeitsprüfungen erfolgte beim SKZ die Erweiterung des Prüfungslabors. Foto: SKZ

Das SKZ hat sein akkreditiertes Prüflabor um ein Testgerät für UV-C-Beständigkeitsprüfungen von polymeren Materialien erweitert.

Die Erweiterung des Prüflabors erfolgte, da seit Beginn der Coronavirus-Pandemie zur Bekämpfung von Keimen, Bakterien und Viren verstärkt Technologien zur Erzeugung von UV-C-Strahlung eingesetzt werden. Diese energiereiche Strahlung zerstört die DNA und blockiert das Zellwachstum solcher Mikroorganismen und neutralisiert sie dadurch. Im Einsatz gegen die Pandemie wird die UV-C-Desinfektion derzeit insbesondere zur Desinfektion von Oberflächen verwendet.

Über die Beständigkeit von polymeren Materialien gegenüber UV-C-Strahlung ist bislang nur wenig bekannt, speziell bei Langzeitanwendungen. diese Wissenslücke will das Prüflabor des SKZ mit Hilfe diverser Untersuchungsprojekte schließen. Um Rückschlüsse von der Beanspruchung von Materialien mit UV-C-Strahlung auf die Entkeimungswirkung, die Degradation von Oberflächen und die Restlebensdauer ziehen zu können, erarbeitet es das derzeit unterschiedliche Testszenarien.

Prüflabor befasst sich mit der Entkeimung mit UV-C Licht

„Wir müssen davon ausgehen, dass Fragestellungen rund um gesundheitsschädliche Mikroorganismen auch nach der Pandemie weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden. Eine Entkeimung mit UV-C Licht ist eine wirksame Methode, um Menschen vor solchen Gesundheitsrisiken zu schützen“, sagt Dr. Gerald Aengenheyster, Geschäftsführer des SKZ-Geschäftsbereichs Prüfung. Die Erkenntnisse sollen für Hersteller, Lieferanten und Anwender von polymeren Materialien bei der Nutzung von UV-C-Bestrahlung mehr Sicherheit bringen.

Erweiterung für viele Branchen von Interesse

„Wir sehen bei der Erweiterung unserer Laborkapazitäten vielfältige Einsatzmöglichkeiten, denn die UV-C-Reinigung kann in wichtigen Schlüsselbranchen wirksam schützen. Besonders in den Bereichen Elektronik, Luftfahrt, Automotive, Touristik sowie in Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und in Bussen und Bahnen sehen wir eine breite Anwendung“, sagt Dr. Marcus Heindl, Leiter des SKZ-Prüflabors.

Seit Juli 2020 ist das SKZ übrigens offiziell als Prüfstelle für Atemschutzmasken anerkannt.

sk

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