Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Christian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Robert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ.
Foto: SKZ
Stellv. Würzburger Landrätin Karen Heußner, Ministerialdirigent Boris Petschulat, Regierungspräsident des Bezirks Unterfranken Dr. Eugen Ehmann, Staatssekretärin Anna Stolz, Institutsdirektor des SKZ Prof. Martin Bastian, stellv. bayerischer Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Oberbürgermeister von Würzburg Christian Schuchardt, stellv. Kitzinger Landrat Robert Finster und Architekt Steffen Rothenhöfer bei der Eröffnung der Modellfabrik des SKZ.

Unternehmen

SKZ eröffnet Modellfabrik der Kunststoffbranche

16 Jahre nach der ersten Antragstellung wurde am 09. November 2022 die Modellfabrik des SKZ zusammen mit dem Trainings-Zentrum Qualitätswesen eröffnet.

Mit der Modellfabrik und dem Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ) nehmen gleich zwei Leuchtturmprojekte des SKZ für die Digitalisierung in der Kunststoffproduktion im Dezember den Betrieb auf.

Ein Zeichen für Optimismus und Zukunft

Zur feierlichen Eröffnung am 09. November 2022 ließen es sich der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Prof. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ, Boris Petschulat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, nicht nehmen, persönliche Grußworte an die Gäste zu richten. „Heute ist ein guter Tag für Bayern und Unterfranken. Mit der Modellfabrik und dem Trainingszentrum setzt das SKZ in Würzburg ein Zeichen für Optimismus und Zukunft“, betonte Aiwanger.

„Wir stärken als Staatsregierung die Kunststoffindustrie und unterstützen deshalb diese Entwicklung hin zu mehr Automatisierung und Hightech. Ebenso wichtig sind mehr Schnittstellen zur Bioökonomie. Lignin aus Abfallholz kann beispielsweise herkömmlichen Kunststoff auf Erdölbasis ersetzen. Dadurch nutzen wir unsere heimischen Ressourcen, reduzieren den ökologischen Fußabdruck und ermöglichen eine Produktion in Deutschland. Es wäre fatal, wenn wir Kunststoffbauteile nur noch über den Import erhalten würden“, so Aiwanger bei der Eröffnung.

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Die neue Modellfabrik des SKZ in Würzburg bietet 4.700 m
Foto: StMWi / Elke Neureuther
Die neue Modellfabrik des SKZ in Würzburg bietet 4.700 m2 Nutzfläche, davon 1.700 m2 Technika und Labore und rund 600 m2 Netzwerk- und Tagungsflächen sowie Platz für rund 110 hochqualifizierte Mitarbeiter.

In Anwesenheit der Planer und Bauleitungen konnten sich die Gäste anschließend bei einem Rundgang einen ersten Eindruck von der Modellfabrik, dem TZQ und der ebenfalls neuen betrieblichen Kindertagesstätte machen. Hubert Aiwanger stand außerdem für einen 3D-Scan Modell und erhält so eine kleine 3D-gedruckte Abbildung seiner selbst.

Schließlich überreichte der Architekt feierlich den Schlüssel zur Modellfabrik an Prof. Bastian. „Durch die exzellente Arbeit von Projektsteuerung, Planern und interner Projektleitung ist es gelungen, die zwei Leuchtturmprojekte Modellfabrik und TZQ auch in Zeiten herausfordernder Rahmenbedingungen umzusetzen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und werde diesen Schlüssel in Ehren halten“, freute sich Bastian.

Modellfabrik zur Umsetzung von Industrie 4.0 in der Kunststoffbranche

Die Modellfabrik bietet 4.700 m2 Nutzfläche, davon 1.700 m2 Technika und Labore und rund 600 m2 Netzwerk- und Tagungsflächen sowie Platz für rund 110 hochqualifizierte Mitarbeiter. Schwerpunkt der Aktivitäten in der Modellfabrik wird die praxisrelevante Umsetzung von Industrie 4.0 für die Kunststoff-Branche. In den neuen Räumlichkeiten wird es möglich, dieses abstrakte Thema auf konkrete Problemstellungen in Produktion und Anwendung – insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen – herunterzubrechen.

Forschung an zukunftsrelevanten Themen der Kunststoffbranche

In der Modellfabrik werden daher unter anderem zukunftsrelevante Themen wie Digitalisierung in der Produktion und künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen und individuelle Fertigung sowie Prüfen 4.0 umfassend erforscht. Eine Forschungsgruppe „Digitalisierung“ steht als Schnittstelle zur Industrie bereits seit Jahren zur Verfügung. Zudem wird eine Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“ in der Modellfabrik beheimatet sein, um aktuellen Herausforderungen, wie zum Beispiel CO2-Fußabdruck und Energieeffizienz, zu begegnen.

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In der am 9. November 2022 eröffneten Modellfabrik des SKZ werden künftig unter anderem zukunftsrelevante Themen wie Digitalisierung in der Produktion und künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen und individuelle Fertigung sowie Prüfen 4.0 umfassend erforscht.
Foto: SKZ
In der am 9. November 2022 eröffneten Modellfabrik des SKZ werden künftig unter anderem zukunftsrelevante Themen wie Digitalisierung in der Produktion und künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen und individuelle Fertigung sowie Prüfen 4.0 umfassend erforscht.

Gemeinsam mit der Industrienähe des SKZ ist so eine Umsetzung von Ideen und Lösungen in die industrielle Praxis und ein umfassender Technologietransfer durch den in der Modellfabrik integrierten Tagungsbereich effizient möglich. Durch verschiedene Einsparmaßnahmen konnten übrigens die aktuellen Baupreissteigerungen größtenteils abgefangen werden. Die Gesamtkosten der Modellfabrik betragen rund 28 Mio. EUR von denen etwa 14,8 Mio. EUR vom Land Bayern getragen werden.

Trainings-Zentrum Qualitätswesen für Qualifizierung und Weiterbildung

In unmittelbarer Nähe der Modellfabrik entstand seit Februar 2022 zudem das Trainings-Zentrum Qualitätswesen (TZQ). Knapp die Hälfte der rund 1.000 m2 Nutzfläche des Trainings-Zentrums sind für Schulungsräume eingeplant. Außerdem sollen eine hochmoderne Ausstattung und innovative Lehr- und Lernmethoden dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

In diesem neuen Weiterbildungszentrum werden jährlich rund 90 verschiedene Kurse mit hohem Praxisbezug rund um das Thema Qualität angeboten. Ziel ist es, durch hohe Qualifizierung und Weiterbildung der Fachkräfte die Branche dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. Von den förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von rund 9,5 Mio. EUR tragen der Bund  50 % und das Land Bayern 25 %. Der Eigenanteil des SKZ beträgt hier rund 3,9 Mio. EUR.

In der Modellfabrik entsteht zudem eine betriebliche Kinderkrippe. Damit werden bis zu 15 Krippenplätze neu geschaffen und tragen ab 01. Januar 2023 zu einer Entlastung der übrigen Kinderbetreuungsplätze in Würzburg bei. Die Stadt Würzburg bezuschusst diese Maßnahme mit rund 600.000 EUR.

Die K-ZEITUNG hat bereits mehrfach über die neue Modellfabrik des SKZ berichtet, zum Beispiel über den Beginn der Bauarbeiten und das Richtfest. gk