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Simba Dickie: Invest in Blasformmaschine für Spielwaren

Spielwarenhersteller Simba Dickie Group hat den Umsatz 2019 um 14 % auf 702 Mio. EUR gesteigert – und kräftig in die Kunststofffertigung investiert.

Neuheit von der Spielwarenmesse 2020: Der neue robuste BIG-Jim-Dumper, ein Trettraktor mit Ladeschaufel, wird in Deutschland gefertigt. Foto: Simba Dickie Group

Der überwiegende Teil dieses Umsatzzuwachses beim Fürther Spielwarenhersteller ist allerdings auf Zukäufe – des französischen Puppenanbieters Corolle und des US-Unternehmens Jada Group – zurückzuführen. Rechnet man die Umsätze dieser beiden Unternehmen heraus, stieg der Umsatz der Unternehmensgruppe gegenüber dem Vorjahr nur noch leicht, und zwar um rund 1 %.

Manfred Duschl, CFO von Simba Dickie: „Das Marktumfeld für Spielwarenhersteller wird sich in diesem Jahr unverändert schwierig darstellen.“ Foto: Simba Dickie Group

„Bedenkt man, dass wir in einem weiterhin sehr schwierigen Marktumfeld mit Krisen in vielen Ecken der Welt arbeiten, ist diese Entwicklung als großer Erfolg zu werten“, sagte  Manfred Duschl, CFO von Simba Dickie. Durch die Umstellung des Russlandgeschäfts im Jahr 2018 von einer Tochtergesellschaft auf ein Distributionsmodell und durch die Insolvenzen bedeutender Marktteilnehmer im letzten Jahr seien sehr große Umsatzanteile weggefallen, die man nicht sofort kompensieren konnte.“

Der internationale Anteil des Umsatzes der Simba Dickie Group liegt bei etwa 72 %. Die Hauptexportnationen der Gruppe waren 2019 Frankreich, die USA und Italien.

„Im Jahr 2020 stehen weltweit hinter vielen politischen, wirtschaftlichen und währungspolitischen Entwicklungen Fragezeichen. Eine Rezession in Europa, aber auch in Deutschland ist im laufenden Jahr nicht mehr ganz ausgeschlossen“, so Duschl. „Das Marktumfeld wird sich in diesem Jahr unverändert schwierig darstellen.“ Dennoch plant das Unternehmen, den konsolidierten Gesamtumsatz um 3,2 % auf 725 Mio. EUR zu steigern. Die Simba Dickie Group beschäftigte Ende 2019 weltweit 3.090 Mitarbeiter, davon 777 in Deutschland

Investitionen in Herstellung von Spielwaren aus Kunststoff

Kunststoffspielwarenfertigung bei BIG: 2019 hat die Simba Dickie Group ein komplett neues Band für die Herstellung von Bobby Cars am Produktionsstandort von BIG in Gleißenberg in der Oberpfalz errichtet. Foto: Simba Dickie Group

Die Unternehmensgruppe hat im vergangenen Jahr Investitionen in einer Größenordnung von 45 Mio. EUR getätigt. Davon entfielen 15 Mio. EUR auf Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte und Produktentwicklungen. 5 Mio. EUR flossen in neue Maschinen – allen voran in ein komplett neues Band für die Herstellung von Bobby Cars am Produktionsstandort von BIG in Gleißenberg in der Oberpfalz. Die kostete 1,2 Mio. EUR. Am Produktionsstandort von Smoby Toys in Lavans/Frankreich wurden rund 2 Mio. EUR in Maschinen investiert.

Neue Blasformmaschine für 1,4 Mio. EUR

Im Fokus stand dabei eine neue Blasformmaschine für rund 1,4 Mio. EUR. Die Investitionen im maschinellen Bereich waren notwendig, um die Produktion an gestiegene Kapazitäten anzupassen und Effizienzverbesserungen zu nutzen.

Außerdem hat die Simba Dickie Group 2019 mit dem Bau eines vollautomatischen Hochregallagers mit 13.200 zusätzlichen Palettenplätzen im Logistikzentrum in Sonneberg/Thüringen begonnen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2021 geplant. Hier wurde zudem das automatische Kleinteilelager erweitert. Mit der Maßnahme soll die in Sonneberg konzentrierte Logistik weiter optimiert werden.

In diesem Jahr will die Unternehmensgruppe insgesamt etwa 30 Mio. EUR investieren. Davon entfallen – wie in den Vorjahren – ungefähr 50 % auf Deutschland. Ein Teil davon betrifft Investitionen im maschinellen Bereich zur weiteren Ausnutzung von Rationalisierungseffekten in den Produktionsbetrieben der Gruppe.

sk