Simba Dickie fährt mit Gegenwind

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Nicht ganz rund lief das Jahr 2018 für Spielwarenhersteller Simba-Dickie: Der Umsatz des Bobby-Car-Herstellers sank um 4,5 % auf 616,0 Mio. EUR.

Laut CFO Manfred Duschl führt den Umsatzeinbruch vor allem auf die Insolvenz mehrer großer Spielwarenhandelsketten zurück – allen voran Toys R US. Hinzu kamen nicht planbare Währungsturbulenzen in Russland. Deshalb hat die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Fürth ihre russische Tochtergesellschaft auf ein Distributionsmodell umgestellt. Diese Bereinigung im Jahr 2018 hat allein schon zu einem Umsatzminus von über 20,0 Mio. Euro geführt. Die Ertrags- und Finanzsituation der Gruppe bezeichnet der Finanzchef weiterhin als „gut, solide und äußerst stabil“.

Der internationale Anteil der Simba Dickie Group liegt unverändert bei etwa 75 %. Die Hauptexportnationen waren 2018 die Länder Frankreich, Italien und England. Die Zahl der Mitarbeiter liegt mit weltweit 2.940 auf dem gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Duschl rechnet damit, dass es im Handel weitere Veränderungen geben wird. Dennoch plant das Unternehmen, in diesem Jahr den konsolidierten Gesamtumsatz um etwa 5,5 % auf 650,0 Mio. Euro zu steigern.

Trotz des niedrigeren Umsatzes hat Simba Dickie 2018 kräftig investiert: Das Gesamtvolumen belief sich auf insgesamt 80 Mio. EUR. Wie in den Vorjahren sind circa 15 Mio. EUR in die Neuanschaffungen von Maschinen und Anlagen in allen Produktionsbetrieben der Gruppe sowie in die Investition von Werkzeugen für neue Produkte geflossen. Am Standort von Bobby-Car-Hersteller Big in Gleißenberg wurde im Oktober ein weiteres Lagergebäude mit ca. 2.500 m2 Fläche in Betrieb genommen.

Daneben haben die Fürther eine Gesellschaft für Produktverpackungsgestaltung übernommen und sich an zwei Unternehmen aus dem Entertainmentbereich beteiligt.

In Frankreich wurde der Puppenanbieter Corolle gekauft, in der Schweiz erfolgte eine Beteiligung an einer Spielwarenfachhandelskette. Einen weiteren Schritt Richtung Internationalisierung erfolgte vor Kurzem mit dem Erwerb der US-amerikanischen Spielwarenanbieters Jada.

Großteil der Investitionen in Deutschland

Auch für 2019 sind eine Reihe von Investitionen geplant – und zwar in Höhe von insgesamt 45,0 Mio. EUR; davon entfallen 25 Mio. EUR auf Deutschland. Erneut sind 15 Mio. EUR für Maschinen und maschinelle Einrichtungen veranschlagt. Hinzu kommen der Bau eines vollautomatischen Hochregallagers mit 13.200 Palettenplätzen im Logistikzentrum am Standort in Sonneberg und die Erweiterung eines automatischen Kleinteilelagers. Durch diese Maßnahme soll die am Standort in Deutschland konzentrierte Logistik der Gruppe weiter optimiert werden. Zudem ist angedacht, über den Standort in Sonneberg die Logistik für weitere ausländische Tochtergesellschaften der Gruppe abzuwickeln.

sk

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