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Schwarzes Polyamid fürs Laserschweißen

Lasergeschweißte Anwendung mit lasertransparentem schwarzen Polyamid. Foto: Domo

Mit einem lasertransparenten Technyl-Compound schließt Domo die Produktlücke für das Laserschweißen schwarzer Polyamide.

Domo Chemicals hat neue, schwarz gefärbte Polyamid 6.6 (PA66) Typen entwickelt, die sich für das Laserschweißen eigenen. Das laserschweißen ist eine immer häufiger eingesetzte Fügetechnik für thermoplastische Formteile. Das neue lasertransparente ‚Technyl Star AF 219 V30 black LT‘ von Domo ist ab sofort im Markt erhältlich.

Vorzüge des Laserschweißens

Beim Laserschweißen trifft der Laserstrahl durch ein lasertransparentes Teil hindurch auf ein laserabsorbierendes Teil. Dadurch wird das Material in einem begrenzten Bereich aufgeschmolzen und von innen nach außen berührungslos verschweißt. Das Resultat ist eine saubere, unsichtbare und ästhetische Verbindung. Andere Techniken, die mit Reibung arbeiten, verunreinigen die Luft beim Schweißen, sodass die Fertigteile nachgereinigt werden müssen.

Das Laserschweißen entwickelt sich zu einem der kostengünstigsten Tiefschweißverfahren für polymere Komponenten in vielen Branchen. Zu den wesentlichen Vorteilen zählen Schnelligkeit, Flexibilität, Präzision und überlegene Optik. Darüber hinaus ist das Laserschweißen auch eine staubarme Technologie, ein Schlüsselkriterium für anspruchsvolle Elektro- und Elektronikanwendungen.

„Im Bereich der Elektromobilität zeigt sich ein klarer Trend hin zu laserschweißbaren Materialien, da sich diese saubere Schweißtechnologie in vielen korrosionsempfindlichen Anwendungen bewährt hat. Aus diesem Grund sind unsere Produkte auch als elektrofreundliche, aber gleichzeitig kostengünstige Lösungen erhältlich“, erklärt Vincent de Givry, Marketing Director Engineered Materials bei Domo.

Schwarzes Polyamid transparent für Infrarot-Laser

Das neue, schwarze Polyamid-Compound ‚Technyl Star AF 219 V30 black LT‘ ist lasertransparent bei einer Infrarot-Wellenlänge von 940 nm. Damit eignet es sich für Anwendungen bis 3 mm Wanddicke.

„Aufgrund der konzentrierten Wärmequelle kann das Laserschweißen auch bei dünnen Materialien mit hohen Schweißgeschwindigkeiten durchgeführt werden“, erläutert Vincent de Givry. „Bei dickeren Materialien ermöglicht es schmale und tiefe Schweißnähte zwischen kantigen Teilen. Unser neues PA66-Compound ist daher eine bedeutende Erweiterung unseres Materialangebots für den Markt der Elektrofahrzeuge, in dem ein wachsender Bedarf an Sensorboxen, Gehäusen und Steuereinheiten besteht.“

Berstprüfung beschleunigt Markteinführung

Mit dem Laser geschweißtes Klimaanlagenrohr. Die Schweißverbindung hat die Berstprüfung bestanden. Foto: Domo

Der Application Performance Testing (APT) Service von Domo bietet Berstprüfungen an geschweißten Teilen, um kundenspezifische Anwendungen zu validieren und deren Markteinführung zu beschleunigen. Alle bisher mit Technyl Star AF 219 V30 black LT durchgeführten Tests ergaben eine gute Kohäsion der Schweißnähte.

Es werden laufend neue Anwendungen für das Laserschweißen entwickelt, darunter auch extrudierte Rohre für Klimaanlagenleitungen. Domo hat einen unverstärkten Materialtyp entwickelt, der die Berstprüfung vor und nach Kühlmittelalterung erfolgreich bestanden hat. Mit Blick auf die Zukunft steht auch ein speziell für das Laserschweißen entwickeltes, 30 % glasfaserverstärktes PA6-Material kurz vor der Markteinführung.

mg