Schutzfolien berührungslos abziehen

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Neue Lösung zum automatischen Abziehen der Schutzfolien von Kunststoffplatten vereinfacht das Recycling von NIO-Teilen.

Viele Kunststoffplatten werden bei der Herstellung ein- oder beidseitig mit Schutzfolie versehen, um die teils sehr empfindlichen Oberflächen vor Beschädigungen zu schützen, was sich bei IO-Teilen bestens bewährt hat – beim Recycling von NIO-Teilen führt die Folie jedoch zu Problemen und muss vorher abgezogen werden.

Je reiner der Kunststoffabfall, desto höher der Preis

Schutzfolien schützen Kunststoffplatten vor Kratzern, stören aber beim Recycling von NIO-Teilen. Foto: Refoil

Denn je reiner der Kunststoffabfall, desto höher ist der erzielbare Preis. Während für verunreinigten Produktionsabfall für die Entsorgung sogar bezahlt werden muss, ist reiner „Abfall“ bares Geld wert.

Damit haben die Hersteller der Kunststoffplatten heute keine Alternative mehr: die Folie muss runter, und zwar zu mindestens 99,98% am besten zu 100 %.

Das automatische und möglichst restlose Entfernen der zumeist beidseitig aufgebrachten Folie erfordert normalerweise einen enormen technischen Aufwand und eine anschließende Kontrolle, um ein hundertprozentiges Entfernen garantieren zu können.

Wie Jürgen Stark, Geschäftsführer der Refoil GmbH, erklärt, ist „dieser Aufwand sehr teuer und rechnet sich demnach erst ab großen Mengen“. Denn bei den gängigen Verfahren muss die Folie zuerst angelüftet und dann abgezogen werden – und das beidseitig, bei teils sehr breiten Platten, manchmal auch inklusive der Abfallstreifen.

Stark verweist auch darauf, dass diese Verfahren hohe Positionsgenauigkeiten der Teile erfordern und beim Abziehen von Streifen an die Grenzen des technisch Möglichen stoßen. Zudem stellt sich für ihn die Frage, was passiert, wenn die Folie gerissen ist.

Schutzfolie wird vollautomatisch abgezogen

Mit den Anlagen von Refoil lässt sich die Schutzfolie vollautomatisch abziehen, ohne die Oberfläche zu berühren oder zu beschädigen und ohne Material abzutragen. Foto: Refoil

An dieser Stelle hat Jürgen Stark mit seiner Refoil GmbH angesetzt: „Mit unseren Systemen können die Plattenhersteller alle diese Schwierigkeiten vergessen. Das Einzige, was sie berücksichtigen müssen, ist die Dicke der Platten und selbst die können wir auf Wunsch automatisch ermitteln. Möglich macht dies ein von Refoil entwickeltes Verfahren, das die Schutzfolie abzieht, ohne die Oberfläche zu berühren oder zu beschädigen und ohne Material abzutragen.

Wie Jürgen Stark erklärt, wird die Folie bei den Refoil-Systemen ähnlich wie mit einer Hobelmaschine abgetragen, und zwar beidseitig, berührungslos, in einem Durchgang und auf der ganzen Länge der Platten. Ein genaues Positionieren ist dazu nicht nötig, die Platten können einfach auf einen Tisch aufgelegt und nach dem Entfernen der Folie direkt einem Shredder zugeführt werden, denn – so Jürgen Stark: „Der Abfall ist garantiert ohne Folienreste.“

gk

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