Schnellabkühlung sorgt für schnelles Umrüsten trotz Isolation

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Eine Schnellabkühlung des Start-ups Inmex ermöglicht beim Spritzgießen eine wasserbasierte, gleichmäßige Abkühlung des Zylinders trotz Isolation.

Mit der Schnellabkühlung des jungen Unternehmens aus Sankt Augustin benötigen Spritzgießer nur ein Viertel der Zeit im Vergleich zum Einsatz einer nichtisolierten Standardeinheit.

Es ist oftmals ein K.O.-Kriterium für den Einsatz energiesparender Isolationsmanschetten: Die lange Abkühlzeit eines isolierten Zylinders bei Materialwechseln. Will man seine Spritzgießmaschine beispielsweise von einer Polyamid-Anwendung bei 290 °C Zylindertemperatur auf die Verarbeitung von ABS bei 180 °C umrüsten, kann die Abkühldauer einer vollisolierten Plastifiziereinheit die des Werkzeugwechsels deutlich überschreiten. Besonders in der Kleinserien- oder Prototypenproduktion stellt dies ein ernstes Problem dar, da die Maschinen teils mehrfach am Tag umgerüstet werden.

Um dieser Problematik zu begegnen, hat die Inmex GmbH ein Schnellabkühlungssystem entwickelt, mit welchem die energieeffizienten Plastifiziereinheiten des Unternehmens optional ausgerüstet werden können. Im Standardfall verfügen diese Module über ein in den Zylinder integriertes, innovatives Beheizungssystem, welches in Verbindung mit einer Isolation bis zu 55 % der Heizenergie einsparen kann.

Schnellabkühlung zum einfachen Nachrüsten für alle Spritzgießmaschinen

Dabei handelt es sich um ein Plug-and-Play-System, welches herstellerunabhängig mit geringem Aufwand nachgerüstet werden kann – bei vollständiger Kompatibilität mit den Schnecken, Düsen und Steckern des jeweiligen Spritzgießmaschinenherstellers. Die weiteren Vorteile neben der Energieersparnis sind ein Schutz vor Überspritzen, eine gleichmäßigere Wärmeverteilung im Zylinder und ein deutlich schnelleres Aufheizen.

Während das schnellere Aufheizen zwar einen besonderen Vorteil für Kleinserienproduzenten darstellt, erschwert die effektive Isolation des Zylinders den Einsatz eines Inmex-Aggregats. Die zum Patent angemeldete Schnellabkühlung allerdings ermöglicht eine wasserbasierte, gleichmäßige Abkühlung des Zylinders trotz Isolation, und benötigt dabei nur ein Viertel der Zeit einer nichtisolierten Standardeinheit. Für den Anwender hat dies gleich zwei Vorteile: Einerseits kann er nun im laufenden Prozess zusätzlich Energie einsparen, andererseits verfügt er mit der Schnellabkühlung über einen enormen Zeitvorteil – beim Aufheizen und beim Abkühlen.

Einfache Bedienung

Und so geht’s: Sobald der vorausgegangene Produktionsvorgang abgeschlossen ist, schaltet der Einrichter die Zylinderbeheizung aus und betätigt manuell den auf der Bedienerseite der Plastifiziereinheit angebrachten Kugelhahn. Sobald die Solltemperatur für die nächste Anwendung annähernd erreicht ist, dreht der Anwender den Kugelhahn wieder zu. Um verbleibendes Restwasser im System zu vermeiden, hat der Einrichter die Möglichkeit, die Rohre mit Druckluft auszublasen.

Die Zuführung des Kühlwassers erfolgt über die Rückseite der Plastifiziereinheit. Hier stehen zwei in die Blechumhausung eingelassene Schnellanschlüsse zur Verfügung, an welche die Kühlwasserschläuche angeschlossen werden. Die Schläuche können dabei, je nach Vorliebe des Anwenders, dauerhaft angeschlossen bleiben oder entfernt werden. Im Produktionsbetrieb kann kein Kühlwasser in den Kreislauf eindringen, da der Vorlauf über den Kugelhahn und der Rücklauf über ein Rückschlagventil gesichert sind.

sk

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