Rußfreies Schwarz fürs Recycling

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Gabriel-Chemie entwickelt ein schwarzes Nah-Infrarot Masterbatch, damit auch dunkel eingefärbte Kunststoffartikel sortiert und recycelt werden können.

Beim Recycling von Kunststoffabfällen zeigen sich nach wie vor Schwierigkeiten: Sortieranlagen erkennen rußhaltige Artikel nicht. So landen diese weiterhin in großen Mengen in der Mülldeponie oder werden verbrannt. Rußhaltige Pigmente stellen für das Recycling somit eine große Herausforderung dar.

Grund dafür ist, dass viele Abfallsortieranlagen mit Nah-Infrarot (NIR) Sensoren arbeiten. Dabei wird das vom Kunststoff reflektierte Nah-Infrarot-Spektrum ausgewertet. Jede Kunststoff-Sorte weist ein charakteristisches Spektrum auf und kann so identifiziert, sortiert und schließlich recycelt werden. Jene Infrarot-Lichtwellen werden jedoch von Ruß absorbiert und entsprechend sind rußhaltige Kunststoffteile nicht mehr detektierbar.

Dunkle Kunststoffartikel sortierbar und recycelbar

Gabriel-Chemie stellt eine Lösung für NIR-detektierbare und sortierbare thermoplastische Masterbatchfarben vor. NIR-reflektierendes Masterbatch basiert auf speziellen Pigmentformulierungen und ermöglicht die sachgemäße Sortierung auch von schwarz oder dunkel gefärbten Kunststoffen, ist lebensmittelecht und sogar lasermarkierbar. Zudem ist es für jegliche Arten von Verarbeitungsmethoden wie Spritzguss, Blasformen, Extrusion, Formpressung, etc. geeignet.

Keine Nachteile gegenüber Masterbatch mit Ruß

Diego A. Karpeles, Corporate Brand Manager bei Gabriel-Chemie. Foto: Gabriel-Chemie

Diego A. Karpeles, Corporate Brand Manager der Gabriel-Chemie Gruppe, ist überzeugt, dass NIR detektierbares Masterbatch noch eine enorm wichtige Rolle für das Thema Nachhaltigkeit spielen wird. “Unser NIR-Masterbatch bildet eine Lösung für Kunststoffartikel, welche wiederverwendet oder recycelt werden. Damit gehen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Darüber hinaus kann diese Produktserie auf Basis der ISO 9001, 14000 (Umweltmanagement), 22000 (Lebensmittelkontaktmaterialien) und sogar 13485 (Medizinprodukte) hergestellt werden“, so Karpeles.

mg

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