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World of Plastics

rPET-Masterbatch aus dem Meer

Gemeinsam wollen Sukano und Tide aus dem Ocean Bound rPET-Material von Tide kundenspezifische Additiv- und Farbmasterbatches auf den Markt bringen.

Aus dem sozialverträglich gesammelten Kunststoffabfall aus dem Meer und aus Flüssen entstehen durch die Zusammenarbeit von Sukano und Tide hochwertige Rohstoffe für nachhaltige Produkte.

Sukano, ein globaler Spezialist für Additive und Farbmasterbatches für PET, und Tide Ocean SA, ein Schweizer Unternehmen, das Kunststoffabfall aus Wasserstraßen, Küstenlinien und an Stränden sammelt (Ocean Bound Plastics) und aufbereitet, werden künftig zum Wohle der Umwelt zusammenarbeiten.

Gemeinsam werden sie aus sozialverträglich gesammelten Kunststoffabfall aus dem Meer und aus Flüssen hochwertige Rohstoffe für nachhaltige Produkte herstellen. Dazu wird Sukano ein globaler Distributor und exklusiver Masterbatch-Partner für das Blockchain-rückverfolgbare, Ocean Bound rPET-Material von Tide.

PET ist ein haltbares, sicheres und leichtes Material, dessen Vielseitigkeit und Formbarkeit die Herstellung einer Vielzahl von Produkten ermöglicht, die für unser tägliches Leben unverzichtbar sind. Leider führt aber die unsachgemäße Entsorgung von Kunststoffabfällen aus PET zu ökologischen und sozialen Problemen. Tide hat deshalb zusammen mit der Schweizerischen Hochschule für Technik und Wirtschaft IWK ein mechanisches Verfahren entwickelt Verfahren, um die Molekülketten von beschädigtem Kunststoffmüll aus dem Meer zu regenerieren.

Durch das organisierte Sammeln und Upcyceln von Kunststoffen aus dem Meer schützt Tide nicht nur die Umwelt, sondern unterstützt zudem die betroffenen Länder durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, Bau von Lagerhäusern und Einrichtung von Bildungsprogrammen.

Neben der Entwicklung des Materials leistet Tide einen weiteren positiven Beitrag, indem es durch das organisierte Sammeln und anschließende Upcycling von im Meer befindlichem Kunststoff die Umwelt schützt und die betroffenen Länder durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, Bau von Lagerhäusern und Einrichtung von Bildungsprogrammen unterstützt.

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Partnerschaften sind der Schlüssel gegen Meeresverschmutzung

Die beiden Partner sind fest davon überzeugt, dass alle Akteure der Branche Hand in Hand arbeiten und handeln müssen, um einen erfolgreichen Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit Kunststoff zu erreichen. Die Partnerschaft zwischen Tide und Sukano öffnet jetzt neue Türen, um die Verbreitung des preisgekrönten Materials von Tide zu verbessern. Denn Sukano fungiert mit seinem weltweiten Vertriebsnetz und als Spezialist für Polymere, Additive, Farbmasterbatches und Compounds auch als One-Stop-Shop, um dieses nachhaltige Material in neue Marktsegmente und Endanwendungen einzuführen.

Plastikverschmutzung der Meere ein für alle Mal lösen

„Nur wenn wir uns mit gleichgesinnten Marken und Organisationen zusammenschließen, können wir die Plastikverschmutzung ein für alle Mal zu lösen“, sagt Marc Krebs, CCO bei Tide Ocean SA. „Mit Sukano als Partner können wir jetzt eine noch größere Wirkung erzielen, indem wir unser Material einem breiteren Markt anbieten.“

Tide nutzt modernste Blockchain-Technologie, um die Materialströme lückenlos und stringent zu verfolgen. Jeder Schritt auf dem Weg des Materials wird dokumentiert.

Nach Angaben von Tide können Kunden durch den Einsatz von Ocean Bound rPET anstelle von neuem PET ihren CO2-Fußabdruck um 80 % reduzieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Übergang zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft leisten . Dies geht aus der Ökobilanz hervor, die von Carbotech erstellt wurde, einem externen und unabhängigen Beratungsunternehmen mit Sitz in der Schweiz.

Tide nutzt modernste Blockchain-Technologie, um die Materialströme lückenlos und stringent zu verfolgen. Jeder Schritt auf dem Weg des Materials wird dokumentiert, von dem Moment an, in dem ein Stück Plastikmüll aus dem Meer eingesammelt, bis zu dem Moment, in dem das Upcycling-Kunststoffgranulat an die Kunden von Tide verschickt wird.

Maximale Transparenz und Sicherheit

Diese Daten, einschließlich Fotos, Daten, Mengen und Informationen zu den einzelnen Verarbeitungsschritten, werden in einer öffentlichen Blockchain gespeichert, um maximale Transparenz und Sicherheit zu gewährleisten. Diese Nachverfolgung kann auf die weitere Produktion ausgedehnt und vollständig in die Kommunikation mit dem Endverbraucher auf der Einzelhandelsstufe integriert werden. Dies führt zu einer unübertroffenen Transparenz der Lieferkette, bei der eine Art Produktpass entsteht, so Tide.

Mit seiner Strategie, Märkte mit regionalisierten Lieferketten zu bedienen und den Kunststoff idealerweise nahe an der Quelle zu verarbeiten, ist Tide bestrebt, den Transport zu minimieren. Einige Transporte lassen sich jedoch nicht vermeiden. Um den Kunden ein vollständig nachhaltiges Material aus sozialer Herkunft anbieten zu können, ist Tide zum Ausgleich der dabei entstehenden Treibhausgasemissionen eine Partnerschaft mit der Schweizer Non-Profit-Organisation Myclimate eingegangen, einem der weltweit führenden Unternehmen für freiwillige CO2-Kompensationsmaßnahmen.

Die Partnerschaft zwischen Tide und Sukano steht im Einklang mit dem kürzlich angekündigten Engagement von Sukano für die Stiftung Jan und Oscar, die von Anfang an ein enger Partner von Tide war. Gemeinsam haben sie das Sozialunternehmen Ranong Recycle for Environment (RRE) aufgebaut, das in der Provinz Ranong Plastikmüll aus dem Meer sammelt und recycelt. Durch das Sozialunternehmen schaffen sie Arbeitsplätze, Bildung und neue Einkommensquellen für gefährdete Menschen und Gemeinden in Südthailand.

Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und soziale Entwicklung fördern

„Wir bei Sukano glauben, dass die Natur und die Umwelt keine unerschöpflichen Ressourcen sind und geschützt und vernünftig genutzt werden müssen“, sagt Norman Egger, Global Board Member bei Sukano. „Durch die Partnerschaft mit Tide und der Stiftung Jan & Oscar arbeiten wir proaktiv am Schutz unseres Planeten, indem wir Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und soziale Entwicklung für alle fördern.“

Langjähriges Know-how bei PET-Masterbatch

Sukano nutzt sein langjähriges Know-how in der PET-Masterbatch-Industrie und kennt die Herausforderungen bei der Einführung eines neuen Materials in das Portfolio eines Kunden. Daher werden die Additiv- und Farbmasterbatches von Sukano auf die Bedürfnisse der Kunden und die technischen Anforderungen der Endanwendung zugeschnitten. Das hauseigene, bestens ausgestattete technische und analytische Zentrum von Sukano ermöglicht Vorversuche und bietet eine faktenbasierte Entscheidungsfindung. Darüber hinaus beschleunigt es die Markteinführung und die Genauigkeit aller neuen Produkteinführungen seiner Kunden und Partner. Alle Masterbatches sind auf Kreislauffähigkeit ausgelegt und entsprechen den strengen Design- und Innovationsprinzipien des Unternehmens.

Kunststoffe sammeln bevor sie den Ozean erreichen

Verschiedene Studien gehen davon aus, dass 80 % der Kunststoffe im Ozean von Aktivitäten an Land stammen. Durch begrenzte Ressourcen für die Müllentsorgung oder unsachgemäße Sammlung, Vermüllung oder starke Regenfälle kann Kunststoff in Bäche, Flüsse und schließlich in den Ozean gelangen. Ist der Plastikmüll erst einmal in den Ozeanen, fließt er mit den Strömungen um die ganze Welt. Sogar unbewohnte Inseln werden zu Müllhalden für Kunststoff, wenn der Abfall an die Küste gespült wird. Da es sehr schwierig ist, Plastik aus dem Meer zu holen, wenn es einmal hineingelangt ist, besteht nach Überzeugung von Sukano und Tide die bessere Strategie darin, zu verhindern, dass Plastikmüll überhaupt erst in offene Gewässer gelangt.

Lokale Partner sammeln den Plastikmüll ein und tragen so zur Kunststoff-Kreislaufwirtschaft bei.

Tide arbeitet dabei mit sorgfältig geprüften Sozialunternehmen, Stiftungen und lokalen Gemeinschaften zusammen, um Plastikmüll zu sammeln und zu sortieren und so den Kunststoffkreislauf zu schließen und die Verschmutzung der Ozeane zu beenden. Sie organisieren Strandsäuberungen und zahlen den Müllsammlern und Fischern, die Plastik sammeln, faire Löhne. Auf diese Weise sichern sie sich nicht nur eine ständige Rohstoffquelle, sondern tragen auch zum Aufbau einer belastbaren Abfallbewirtschaftungsinfrastruktur bei, an der die lokale Bevölkerung in hohem Maße beteiligt ist. gk

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