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Romira erweitert Portfolio um Hochleistungskunststoffe

Romira ist auf dem Weg an die Spitze der Polymer-Pyramide. Den Anfang machen PPS-Hochleistungskunststoffe, die jetzt neben technischen Kunststoffen im Portfolio sind. Foto: Romira

Romira hat mit PPS jetzt auch einen Hochleistungskunststoff im Portfolio. Und das ist erst der Anfang. Es folgen weitere aus der Spitze der Polymer-Pyramide.

Bekannt für technische Polymere und kundenspezifische Kunststofflösungen erweitert die Romira ihr Produktportfolio jetzt um Hochleistungskunststoffe (High Performance Polymers, HPPs).

Als Hochleistungskunststoffe werden im Allgemeinen solche Polymere bezeichnet, die eine Dauergebrauchstemperatur von mehr als 150 °C, hervorragende mechanische und tribologische Eigenschaften sowie eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit aufweisen. Beispiele sind Polysulfone, Polyetherimid (PEI), Polyetheretherketon (PEEK), thermoplastisches Polyimid (TPI) und Polyphenylensulfid (PPS).

Markt für Hochleistungskunststoffe wächst

Hochleistungskunststoffe werden in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen eingesetzt und sind in fast allen wichtigen und expansiven Industrien von der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie bis hin zum Öl- und Gassektor als auch in der Medizinbranche weit verbreitet. Der HPP-Markt verzeichnet besonders in den letzten Jahren erhebliche Wachstumsraten – die stärksten Treiber sind verbesserte Leistung, Kosteneffizienz und geringeres Gewicht. So werden diese Polymere in der Automobilindustrie aufgrund des anhaltenden Bedarfs an Gewichtsreduzierung, verbesserter Kraftstoffeffizienz und Umweltfreundlichkeit bei gleichzeitig einfacherer Herstellung, schnellerer Montage und längerer Lebensdauer der Komponenten immer häufiger eingesetzt.

Produktportfolio laufend ergänzen

Um dieser wachsenden Marktnachfrage gerecht zu werden, entwickelt Romira ihr Produktportfolio weiter und ergänzt dieses um neue HPPs. Hierfür wurden neue Hochtemperatur-Extruder sowohl für die Labor- als auch für die Großserienproduktion angeschafft.

Mit diesen Extruder-Linien ist das Unternehmen in der Lage, eine breite Palette von Hochleistungskunststoffen bis zu 450 °C zu verarbeiten. Bei der Verarbeitung dieser Polymere sind die besonderen Anforderungen an die Anlagen zu berücksichtigen, ebenso wie verarbeitungstechnische Aspekte sowie Fragen zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Um diesen F&E-Prozess zu stärken, holte sich Romira kürzlich weitere Experten das Romira-Team.

PPS als erstes Hochleistungspolymer

Als erstes Hochleistungspolymer fügt Romira nun PPS zu dem breiten Portfolio an technischen Polymeren hinzu. Unter dem Markennamen „Romitron“ bietet das Unternehmen PPS-Compounds mit Glasfasern und / oder Mineralien gefüllte an.

Romitron PPS-Compounds bieten gegenüber technischen Polymeren Vorteile: Das Hauptmerkmal ist eine höhere Wärmeformbeständigkeit. Romitron PPS hat eine Dauergebrauchstemperatur von 210 °C, während andere technische Polymere bereits Temperaturen von über 130 °C nicht dauerhaft standhalten.

Neben der Hitzebeständigkeit weist PPS eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme und eine ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit auf. Dadurch können diese Compounds effektiv für herausfordernde Anwendungen eingesetzt werden, in denen selbst Hochtemperatur-Polyamide nicht die gewünschte Leistung aufweisen.

Aufgrund dieser Eigenschaften kann PPS in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen, darunter im Automobilbereich unter der Motorhaube, Kraftstoff- und Kühlungsteilen, Scheinwerferteilen, hochhitzebeständigen Steckverbindern und Steckern, Elektronik und vielen anderen Anwendungen.

Mehr als klassische PPS-Compounds

Zusätzlich zu den klassischen PPS-Compounds werden F&E-Aktivitäten an PPS-basierten Spezialitäten und Blends durchgeführt, um neue Lösungen zu entwickeln und die zukünftigen Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden vollständig zu erfüllen.

mg