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Riesige Sitzbank aus recyceltem Meeresmüll

6 m lang und 840 kg schwer ist die riesige Sitzbank aus Meeresmüll, von der die Besucher künftig die tolle Aussicht in den Hafen von Valencia genießen können. Foto: Aimplas

Im Rahmen eines Projekts zur Rückgewinnung von Meeresmüll ist eine riesige Sitzbank für den Yachthafen von Valencia entstanden.

Mit der Vorstellung der riesigen Sitzbank hat Aimplas, das spanische Zentrum für Kunststofftechnologie, ein von der Caixa Bank und der Bancaja-Stiftung finanziertes Projekt zur Rückgewinnung von Meeresmüll erfolgreich abgeschlossen.

Riesige Sitzbank besteht komplett aus recyceltem Kunststoff

Im Rahmen dieses Projekts konnten einzigartige Möbelstücke hergestellt werden. Darunter befindet sich auch eine 6 m lange und 840 kg schwere Bank aus Kunststoffprofilen, die zu 100 % aus recyceltem Kunststoff besteht. 15 % davon sind ausgediente Fischernetzen und andere Meeresabfälle.

Das Schild an der Bank weist darauf hin, dass diese Bank aus Fischernetzen besteht, die aus dem Mittelmeer herausgeholt wurden. Foto: Aimplas

Die Bank wurde im Rahmen einer Veranstaltung im Dezember in den Innsomnia-Einrichtungen im Yachthafen von Valencia aufgestellt. 

Die Präsentation wurde von Guillermo Fernández, Lead Project Manager für Industrie 4.0 und Smart Ports bei Innsomnia, moderiert. Eine der Rednerinnen war Sonia Albein, Leiterin des Projekts und Leiterin für mechanisches Recycling bei Aimplas.

Zweites Leben für Meeresmüll

Sonia Albein erläuterte den Gästen die technischen Hintergründe des Projekts. "Bei Aimplas konnten wir dank des mechanischen Recyclings Kunststoffabfälle in einen Rohstoff verwandeln. Dadurch erhalten die Kunststoffabfälle ein zweites Leben als Möbel mit einem innovativen Design, das den Wellen des Meeres nachempfunden ist", sagte sie.

Juan Manuel Díez Orejas, Leiter der Abteilung für strategische Planung und Innovation bei der Hafenbehörde von Valencia, war begeistert von der Umsetzung und hob die Bedeutung hervor, die die Organisation der Nachhaltigkeit beimisst.

Ebenfalls an dem Projekt beteiligt waren der CM Plastik als Hersteller der Möbel sowie Mares Circulares und Asociación Vertidos Cero, die den Projektorganisatoren die aus dem Meer gesammelten Abfälle zur Verwertung zur Verfügung stellten.

Aimplas

Aimplas, das spanische Zentrum für Kunststofftechnologie, unterstützt Unternehmen bei der Anwendung von Kriterien der Kreislaufwirtschaft auf ihre Geschäftsmodelle. Zudem hilft Aimplas dabei, die gesetzlichen Änderungen, die die Kunststoffindustrie betreffen, in Möglichkeiten zur Verbesserung der Unternehmenseffizienz, zur Verringerung der Umweltbelastung und zur Steigerung der Rentabilität umzuwandeln. Aimplas forscht auch in Bereichen wie Recycling, biologisch abbaubare Materialien und Produkte sowie die Nutzung von Biomasse und CO2 mit dem Ziel, innovative Lösungen zu entwickeln, die zur Bewältigung aktueller Umweltprobleme beitragen.

gk