Peter Barlog mit Lippenstift-Hülsen aus PET-Rezyklat: Barlog setzt auf Nachhaltigkeit und hat sein Rezyklat-Portfolio um die Konstruktionswerkstoffe PEEK, PA12, PPS, PC, PC/ABS und ABS erweitert.
Foto: K-ZEITUNG/Krumbholz
Peter Barlog mit Lippenstift-Hülsen aus PET-Rezyklat: Barlog setzt auf Nachhaltigkeit und hat sein Rezyklat-Portfolio um die Konstruktionswerkstoffe PEEK, PA12, PPS, PC, PC/ABS und ABS erweitert.

K-Messe

Rezyklate als Konstruktionswerkstoffe

Fast in Neuware-Qualität mit sehr guter Ökobilanz: Barlog Plastics präsentiert auf der K-Messe u.a. hochwertige Rezyklate als Konstruktionswerkstoffe.

Auf der Weltleitmesse für Kunststoffe in Düsseldorf legt Barlog Plastics den Fokus auf hochwertige Rezyklate, die als Konstruktionswerkstoffe eingesetzt werden können. Neben nachhaltigen Materialien entwickelt Barlog auch ganze Konzepte für die Kreislaufwirtschaft bei technischen und Hochleistungskunststoffen.

Konstruktionswerkstoffe auf Rezyklatbasis

Barlog Plastics hat sein Sortiment an Konstruktionswerkstoffen auf Basis von recycelten Kunststoffen ausgebaut und bietet neben PET nun auch PEEK, PA12, PPS, PC, PC/ABS und ABS an. „In den letzten 3 Jahren hat sich der Großteil unserer Produktentwicklungen im Bereich nachhaltiger Werkstoffe abgespielt“, erklärt Peter Barlog, geschäftsführender Gesellschafter von Barlog Plastics. „Dabei liegt unser Fokus weiterhin darauf, hochwertige und verlässliche Compounds herzustellen, die den Wettbewerb mit Neuware nicht zu scheuen brauchen, aber mit einer deutlich vorteilhafteren Ökobilanz daherkommen.“

PET aus recycelten Flaschen

Das Sortiment an Compounds auf Basis von recycelten PET Flaschen wurde um glas- und carbonfaserverstärkte sowie mineralgefüllte Typen ergänzt, mit denen Barlog nachhaltige Anwendungen im Lebensmittelkontakt ermöglichen will, z. B. für Mehrweggeschirr, Küchengeräte oder Kaffeemaschinen. Aber auch für den wachsenden Bedarf an Werkstoffen mit Recyclinganteil in der Automobilindustrie entwickelt Barlog neue Lösungen und macht dabei auch vor mechanisch hoch belasteten Anwendungen nicht halt.

„Unser ganzheitlicher Ansatz, der schon bei der Simulation von Bauteileigenschaften und Verarbeitungsprozessen startet, ermöglicht es unseren Kunden, mit Recycling-Werkstoffen in Anwendungen vorzustoßen, für die bisher nur Neuware in Frage kam, z.B. Strukturbauteile als Metallersatz“, erklärt Barlog.

Recycling – mehr als nur ein Materialthema

Die Engineering-Abteilungen von Barlog Plastics arbeiten aktiv daran, die Weichen für den Einsatz von Rezyklaten schon in der frühen Entwicklungsphase von Produkten zu stellen. Dieses „Design for Recycling“ beschäftigt vor allem die Ingenieure der Dienstleistungsparten von Barlog: Kunststoffkomponenten und Baugruppen so auszulegen, dass erfolgreiches Recycling überhaupt möglich ist. Hierfür wählen die Barlog-Experten die geeigneten Werkstoffe aus, ermitteln die durch Recyclingprozesse veränderten Eigenschaften, simulieren diese Materialeigenschaften innerhalb einer recyclingbedingten Bandbreite und wählen schließlich unter Berücksichtigung der Reparaturfreundlichkeit das richtige Montage- und Demontage-Konzept.

Last but not least spielt auch die Erarbeitung von Kreislauf-Konzepten gemeinsam mit den Endkunden eine wichtige Rolle – denn im Gegensatz zu Verpackungen gibt es bei komplexen Endprodukten, wie Elektrohaushaltsgeräten, derzeit noch viel zu wenig Erfolgsbeispiele für gelungenes End-of-Life- Recycling, im Idealfall im echten Kreislauf.

Schnell zu nachhaltigen Produkten

Mit ihrem Full-Service-Ansatz von der Produktidee bis zur Serienfertigung sieht sich Barlog Plastics als Partner, um neue nachhaltige Produkte schnell zur Marktreife zu bringen. Die Integration von Produkt- und Materialentwicklung, CAE-Services, Prüflabor, Prototypen und Kleinserienfertigung ermöglicht kurze Entwicklungszyklen ohne Reibungsverluste und teure Änderungsschleifen.

Fallstudien Metallersatz und Thermomanagement

Barlog Plastics präsentiert mit ihren Kebablend-Spezialcompounds auch ein breites Sortiment an Werkstoffen für die Mobilität von morgen. Darunter fallen wärmeleitfähige Kunststoffe für das Thermomanagement von Elektronikkomponenten und Batterien in Elektrofahrzeugen oder weichmagnetische Spritzgusswerkstoffe zur Magnetflussführung, zum Beispiel für die kontaktlose Energieübertragung.

Fallstudie Metallersatz: Hochbelastete Adapterplatte aus Kunststoff in einem Ladungsträger für Motoren.
Fallstudie Thermomanagement: Kühlkörper aus dem wärmeleitfähigem Kunststoff-Compound Kebablend/TC

Außerdem stellt Barlog neue Compounds für die elektromagnetische Abschirmung sowie ein breites Spektrum an Leichtbau-Materialien, etwa als Metallersatz vor. Teil des Portfolios sind auch magnetische Compounds zur Realisierung besonders leichter Elektromotoren.

Am Barlog Messestand werden zwei Fallstudien ausgestellt. Die erste Studie zeigt, wie sich bei voller Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Pendant aus Metall bis zu 80 % Gewicht sparen lässt. Die zweite Studie zeigt, welche Potenziale wärmeleitfähige Compounds in Elektronikgehäusen erschließen können. mg