Revolution in Radar-Technologie: mit Know-how der swiss-sonic

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Die Arboner swiss-sonic stellt ihre Expertise in den Dienst einer Weltneuheit: Der „Ultra Portable Ground Penetrating Radar“, ein Radargerät, das die Geheimnisse jeder Betonwand durchleuchtet, ist jetzt auf dem Markt.

Aufgrund der vielen Anwendungsgebiete stammen die Kunden der Thurgauer Firma aus unterschiedlichsten Branchen. Im Januar dieses Jahres nahm ein Unternehmen der Radartechnologie die Dienste der Arboner in Anspruch. „So einen Auftrag führen wir auch nicht jeden Tag aus“, sagt Anwendungstechniker Stephan Breu mit berechtigtem Stolz, „vor allem nicht in diesem Toleranzbereich.“

Tragbare Radar-Sonde

Eingebunden wurde die swiss-sonic von der Schweizer Firma Proceq in die Herstellung der ersten tragbaren Sonde zur Materialprüfung mit Radar. Die Proceq, weltweit führend in diesem Bereich, wollte mit dem GP880 - modernste Radartechnologie in einem robusten, aber leichten Handgerät - Massstäbe setzen.

Partnerschaftlich

„Wir erbringen eine Dienstleistung, nicht mehr und nicht weniger“: Anwendungstechniker Stephan Breu und Konstrukteur Marcello Rinaldi stellten ihre Expertise in den Dienst einer Weltneuheit. Foto: swiss-sonic

Ein ambitioniertes Projekt – selbst für swiss-sonic, deren Spezialität Innovationen im Ultraschall-Bereich sind. Sportlich war auch die Deadline: die Fachmesse in Malaysia im August. Proceq und swiss-sonic waren sich durch frühere partnerschaftliche Entwicklungen bekannt. In diesem Fall sorgte die Kunststoff-Firma mould2part in Trogen für die Anfrage bei den Thurgauer Partnern. Während die mould2part mit der Herstellung des Kunststoffbehälters betraut war, bestand die konkrete Aufgabe der swiss-sonic darin, die Stahlinserts, drei Komponenten, mit Ultraschall passgenau im Kunststoffteil zu verschweissen; vorgenommen an der von swiss-sonic entwickelten Schweisspresse UWP 20-2, die sich an den Anwendungswunsch anpassen lässt. Mit ihren neun Mitarbeitern hat die Thurgauer Firma die Kapazität, mehrere Prototypen jährlich zu erstellen.

Verlängerungsarm

Stephan Breu erarbeitete das Konzept mit Konstrukteur Marcello Rinaldi. Funktionstüchtig gemacht wurden die Inserts – Befestigungspunkte für die einrastende Führungsstange. Ähnlich einem Handystick wird das Gerät am Verlängerungsarm manuell geführt. Die Thurgauer liessen sich von anfänglichen Fehlschlägen, die Stahlinserts passend zu dimensionieren, nicht entmutigen. Der Schweissaustrieb war vorerst noch ein Problem.

Serienproduktion

Spezialwerkzeuge wie der Schwingkörper (die Sonotrode) und die Komponenten zur Aufnahme wurden eigens fabriziert. Für die Serienproduktion hergestellt wurde eine Spezialvorrichtung, um die Komponenten am Schweissgerät in kleinen Stückzahlen manuell zu verarbeiten. Wichtig für die Serienherstellung war die Prozesssicherheit. Die Proceq erhielt die bestellten 100 Bausätze fürs Finish innert der Lieferfrist. Diese Terminsicherheit zeichnet die Thurgauer aus. „Als kleiner Betrieb können wir vor allem damit punkten“, weiss Breu.

Blickt durch Wände

Der GP8800 braucht lediglich auf einer Oberfläche aufgesetzt zu werden, um unbekannte Strukturen auf verborgene Hindernisse, auf Qualität und Homogenität der verwendeten Stoffe zu prüfen. Nicht nur die Baubranche, auch die Planer von Umbauten und die behördlichen Kontrollorgane werden sich künftig auf die Sonde verlassen. Angeschlossen an ein iPad erstaunen die erzeugten Bilder durch Klarheit und Tiefe, in 3D und Augmented Reality.

Revolutionär

Die Weltneuheit war geboren. Seit der Lancierung gilt der GP8800 als weitere Proceq-Revolution. Der Kaufpreis im unteren 5-stelligen Frankenbereich macht ihn selbst für kleinere Baufirmen erschwinglich. Nur wenige Schweizer Unternehmen können Spezialproduktionen in kleinen Stückzahlen wie die swiss-sonic produzieren. „Uns freut’s, wenn wir an so einer Weltneuheit beteiligt sein dürfen.“ meint Stephan Breu. Darum dürfte die nächste Innovation aus Arbon nicht lange auf sich warten lassen.

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