Rehau schickt 5.550 Mitarbeiter in Kurzarbeit

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Der Kunststoff-Hersteller und Automobil-Zulieferer Rehau schickt mehr als die Hälfte seiner in Deutschland Beschäftigen in Kurzarbeit.

Der Kunststoff-Hersteller und Automobil-Zulieferer Rehau schickt rund 5.550 Mitarbeiter aus Produktion, Verwaltung und Vertrieb in Kurzarbeit. Damit sind mehr als die Hälfte der bundesweit 8.000 Rehau-Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Damit trifft nun auch Rehau die Corona-Krise hart.

Werk in Feuchtwangen besonders betroffen

Besonders von Kurzarbeit betroffen ist das Zulieferer-Werk in Feuchtwangen. Dort ist der Großteil der 1.000 Mitarbeiter bereits seit 20.03.20 in Kurzarbeit. Da inzwischen alle großen Auto-Konzerne weltweit ihre Produktion gestoppt haben, stellt Rehau auch in anderen Zulieferer-Werken keine Stoßfänger und anderen Kunststoffteile mehr her.

Kurzarbeit nun auch in Verwaltung und Vertrieb

Und aufgrund der sich ausweitenden Corona-Pandemie sind nun auch massiv Verwaltung und Vertrieb des Kunststoff-Herstellers mit Sitz in Rehau betroffen. "An den Standorten Rehau und Erlangen sowie allen deutschen Vertriebsniederlassungen werden nach und nach insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter kurzarbeiten."

Bau und Industrie nicht betroffen

Auch außerhalb Deutschlands werden die Automobil-Zulieferer-Werke bei Rehau ihre Produktionen nun nach und nach herunterfahren. Dagegen seien die anderen Geschäftsfelder für Bau und Industrie bislang noch nicht von Kurzarbeit betroffen, teilte das Unternehmen mit.

Zulieferer für jedes dritte europäische Auto

Die Automobil-Branche war bislang für den Kunststoff-Hersteller aus Rehau ein wichtiges Standbein. In jedem dritten Auto, das in Europa produziert wurde, waren Stoßfänger, Spoiler oder andere Teile des Familienunternehmens verbaut. Erst im vergangenen Jahr hatte Rehau 150 Mio. EUR in ein neues Zulieferer-Werk in Ungarn investiert.

mg

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