Hennecke - Race Experience Technologie 09.08.2017 3 Bewertung(en) Rating

Race Experience in Sankt Valentin

Acht Partner, 21 Spezialisten und 28 Wochen Entwicklungszeit bis zum möglichen Serienstart, so stellte Hennecke das Projekt Race auf der K 2016 in Düsseldorf vor. Das Interesse der Messebesucher war so groß, dass sich die Projektpartner entschlossen, die Technologie an insgesamt drei Tagen unter dem Motto "Race-Experience" in Sankt Valentin im Hause Engel ausführlicher zu präsentieren.

Der Einladung folgten viele interessierte Fachleute aus aller Welt. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand die Cavus-Technologie von KTM Technologies zur Herstellung komplexer Geometrien für Hohlbauteile. Cavus bezeichnet die Prozesskette von der Kernfertigung und Herstellung der Preform mit Karbonfasern in Flechttechnologie über den HP-RTM-Prozess bis zum Auslösen des Kernmaterials. Neben den Cavus-typischen Prozessgegebenheiten wurden auch viele Rohstoffdetails und Maschinentechniken – darunter natürlich die Hochdruck-Dosiermaschine Streamline von Hennecke – vorgestellt. Als Highlight zeigten die Gastgeber den Prozess live im Engel-Leichtbau-Technikum.

Premiere für neue KTM-Teile

Anschließend skizzierten die Projektpartner einen Ausblick in die Zukunft dieser Technologie und ihrer Möglichkeiten. Zu aller Überraschung präsentierte KTM neue Versuchsbauteile, die erst im Herbst zur Composite Europe durch den Fahrzeugbauer vorgestellt werden sollen. Die angereisten Designer, OEMs und Tier-One-Zulieferer nahmen diese Ausblicke dankend auf. Die anschließend geführte Diskussion zeigte allen Race-Partnern, dass das Thema unter großem Interesse weiterverfolgt wird.

Teilnehmer können Technologie erleben

Natürlich stand in den Tagen das Projekt Race im Fokus, um die Hintergrundinformationen der Entwicklung vorzustellen, aber als Sahnehäubchen obendrauf organisierten die Partner auch unter dem Motto "Race-Experience" ein Abschlussevent auf der hauseigenen Teststrecke der Magna Steyr Gruppe. Hier konnten alle Beteiligten nach dem theoretischen Teil auch Rennerfahrung in einem eigens organisierten KTM X-Bow spüren. Mit der Serienversion des KTM X-Bow präsentierte KTM seine Interpretation eines Supersportwagens für das 21. Jahrhundert. Es ist das weltweit erste Serienfahrzeug mit vollständig aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff hergestelltem Monocoque. Reinhard Kofler, ein professioneller Rennfahrer – der auch Test- und Entwicklungsfahrer bei KTM ist – zeigte sein Können und fuhr mit den Teilnehmern unzählige Runden. Hier kam echtes Race-Feeling auf, denn Kofler war beim letzten Gast-Start bei der Rennserie "KTM X-Bow Battle" unschlagbar. Er wurde Doppel-Sieger am Lausitzring und am Pannonia Ring. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte auf dem Offroad Trail des Testgeländes die Elektro-Enduro KTM Freeride E-XC testen.

Der Race-Experience-Event hat gezeigt – ob im Technikum oder auf der Rennstrecke – es geht rasant vorwärts. Die Technologie zur Herstellung großserientauglicher, extrem leichter Hohlbauteile ist ein wichtiger Beitrag, um den Leichtbau von Fahrzeugen weiter voranzutreiben.

pl

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