Qualitätskontrolle zerstörungsfrei

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Sikora zeigt auf der K 2019 viele Lösungen zur zerstörungsfreien Qualitätskontrolle für die Rohr-, Schlauch-, Platten- und Kunststoffindustrien.

Neben dem neuen Centerwave 6000/1600 zeigt der Messtechnikhersteller aus Bremen mit Planowave 6000 ist weiteres ein berührungsloses Qualitätskontrolle - und zwar zur zerstörungsfreien Dickenmessung während der Extrusion von Kunststoffplatten. Das System misst Platten aus technischen Kunststoffen wie beispielsweise POM und Hochleistungskunststoffen wie PEEK. Auch für die Messung transparenter und Werbekunststoffe wie PMMA und PVC-FOAM sowie für Glas ist das Planowave 6000 geeignet. Das Messverfahren basiert wie beim Centerwave 6000 auf Millimeterwellen-Technologie für eine sehr hohe Messgenauigkeit unabhängig von Material und Temperatur der Platte. Eine Kalibrierung auf das Material ist ebenfalls nicht erforderlich. Das Planowave 6000 kann sowohl an der Heiß- als auch an der Kaltposition direkt in die Linie integriert werden. Die Visualisierung der Messwerte erfolgt in Echtzeit am Monitor des Prozessorsystems Ecocontrol 6000. Neben einer numerischen Anzeige der Messwerte an einer beliebigen Anzahl von Messpunkten über die Breite der Platte erhält der Anwender eine grafische Darstellung mit umfangreichen Trend- und Statistikfunktionen.

K-Premiere für Purity Concept V mit Farberkennung

Das Purity Concept V ist ein automatisierter Leuchttisch zur offline Qualitätskontrolle von Kunststoffmaterial. Foto: Sikora

Beim Purity Concept V handelt es sich um ein optisches Laborprüfgerät für Kunststoffmaterial. Das System ist ein automatisierter Leuchttisch, bei dem das Kunststoffgranulat auf einem Probenträger platziert durch den Inspektionsbereich fährt. Innerhalb weniger Sekunden wird es durch eine Farbkamera inspiziert. Ein Projektor kennzeichnet optisch jedes der kontaminierten Pellets direkt auf dem Probenträger. Durch die Auswertung der Bildaufnahmen werden Verunreinigungen wie „Black Specks“ ab einer Größe von 50 µm auf der Oberfläche von transparentem, diffusem und farbigem Material automatisch detektiert, visualisiert und statistisch ausgewertet. Eine klare Zuordnung der Kontamination und eine Nachkontrolle sind jederzeit möglich. Ein weiteres Feature des optischen Laborprüfgeräts ist die automatische Erkennung von Farbabweichungen des Granulats.

Auf der K 2019 bietet Sikora in einer Laborumgebung live Materialtests mit dem Purity Concept V an. Kunden wurden dazu bereits vor der Messe eingeladen, kostenlos Granulatproben einzuschicken, welche direkt auf dem Messestand mit dem Messgerät inspiziert und analysiert werden. Alternativ können Besucher Kleinmengen an Granulat direkt auf den Stand zur Prüfung und Auswertung mitbringen. „Reale Granulattests sind der beste Beweis, dass ein Gerät funktioniert und geben Informationen über Vorteile, die man mit dem Gerät erzielt“, sagt Hilger Groß, Business Development und Area Sales Manager für den Bereich Kunststoff bei Sikora. „Unsere Kunden sollen sich persönlich von der Präzision, Schnelligkeit und einfachen Bedienung des Systems überzeugen.“

Laborprüfsystem zur Detektion metallischer Kontamination

Das auf Röntgen basierte Purity Concept X detektiert offline unter anderem metallische Kontaminationen im Granulat. Foto: Sikora

Weiterhin zeigt Sikora das röntgenbasierte Laborprüfgerät Purity Concept X zur Inspektion von Metalleinschlüssen in eingefärbten Granulaten, die mit optischen Systemen nicht sichtbar wären. Das automatisierte Funktionsprinzip des Prüfsystems, das 2016 bereits vorgestellt wurde, bildet heute die Basis der Sikora Laborprüfgeräte. Aufgrund der eingesetzten Röntgentechnologie bietet es darüber hinaus die Möglichkeit, Kontaminationen sowohl auf der Oberfläche als auch innerhalb von Granulat zu detektieren. „Insbesondere für die Stichprobenkontrolle von schwarzem und eingefärbtem Material ist das Purity Concept X prädestiniert. Wir sehen hier unter anderem Anwendungsbereiche für Halbleitermaterialien, welche für die Isolation von HV-Kabeln eingesetzt werden. Metallische Kontaminationen im Granulat, die beispielsweise aus dem Metallabrieb im Extruder resultieren, werden zuverlässig detektiert und umfassend analysiert“, erklärt Groß.

Optische Inline-Qualitätskontrolle mit Purity Scanner Advanced

Ein weiteres Highlight auf dem Sikora-Messestand ist der Purity Scanner Advanced zur optischen Inline-Inspektion und Sortierung von Kunststoffmaterial. Das System vereint Röntgentechnologie mit bis zu vier Schwarz-Weiß- und/oder Farbkameras. Diese Kombination sichert die Detektion sowohl von metallischen Verunreinigungen im Granulat, Farbabweichungen als auch „Black Specks“ auf dessen Oberfläche. Kontaminierte Pellets werden erkannt und automatisch aussortiert. Leistungsstarke Prozessorsysteme und eine intelligente Software machen den Purity Scanner Advanced zu einem zuverlässigen Gerät im Bereich der Qualitätssicherung. Die Professional Data Analysis Management (PDAM) bietet eine statistische Auswertung der erfassten Kontaminationen während der laufenden Produktion, sortiert nach Größe und Häufigkeit, sowie eine Bildergalerie der Pellets, die von den optischen Kameras sowie der Röntgenkamera detektiert wurden. „Die Qualitätsanforderungen an Materialreinheit steigen. Die online Inspektion und Sortierung gewinnt daher weiter an Bedeutung. Der Purity Scanner Advanced ist in seiner Klasse das leistungsfähigste Sortiersystem, das es auf dem Markt gibt“, so Groß. Für einen hohen Materialdurchsatz ist das Sortiersystem als sogenannte Twin-Pack-Lösung verfügbar, welches erstmals auf der K vorgestellt wird. Dieses System ist besonders prädestiniert für die optische Sortierung und Anwendungen, bei denen der Fokus auf großen Durchsätzen liegt. Das Twin Pack erreicht Durchsätze von bis zu 2 t pro Stunde.

sk

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