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PUR: Schulung im Umgang mit Diisocyanaten verpflichtend

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Schulungen für Beschäftige im Umgang mit Diisocyanaten sind künftig verpflichtend. Diisocyanate sind wichtige Rohstoffe für die Herstellung von Polyurethan.

Die Beschränkung von Diisocyanaten gemäß der REACH-Verordnung führt verpflichtende Schulungen für Arbeitnehmer ein, die mit diesem für die Herstellung von Polyurethan verwendeten Rohstoff umgehen. Die EU-Kommission hat im August final die Restriktion von Diisocyanaten im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Qualifizierte Schulungen

Demnach sind zukünftig qualifizierte Schulungen im Umgang mit Diisocyanaten entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Polyurethan-Industrie obligatorisch. Die Beschränkung regelt das Inverkehrbringen von und den Umgang mit Diisocyanaten als eigenständige Stoffe, als Bestandteil von Stoffen oder in Gemischen. Die Schulungen sollen Beschäftigte befähigen, beim Umgang mit Diisocyanaten die Risiken dieser Chemikalie zu kennen und zu beherrschen.

Reglementiert wird die Verwendung von Diisocyanaten für industrielle und gewerbliche Zwecke in Konzentrationen von mehr als 0,1 Gew.-%. Die Restriktion sieht eine Übergangszeit bis zum 24. August 2023 vor. Danach werden die Schulungen europaweit verpflichtend. Andernfalls ist der Umgang nicht erlaubt.

Der richtige Umgang mit Diisocyanaten

Für Diisocyanate bedeutet diese Beschränkung, dass alle Beschäftigte, die direkt mit den Stoffen in Kontakt kommen, sowohl informiert als auch geschult werden müssen, um die Risiken beim Umgang mit diesen Stoffen zu beherrschen.

Typische Fälle des Umgangs mit Diisocyanaten sind die Bearbeitung, das Sprühen, verschiedene Arten des Auftragens, die Nachbehandlung, bei der Reinigung und bei der Handhabung von Abfällen.

Verbände entwickeln Schulungskonzept

Die gesamte Industrie der Diisocyanate – vom Hersteller über Formulierer/Systemhäuser und Maschinenhersteller bis hin zum Verarbeiter – waren über ihre Interessenvertretungen von Anfang an in das Verfahren eingebunden.

Jetzt steht die Entwicklung eines umfassenden Pakets von Schulungsmaterialien für die industrielle und gewerbliche Polyurethan-Wertschöpfungskette an. Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (FSK) bringt sich mit dem Wissen seiner Verarbeiter in diesem Prozess ein.

Klaus Junginger, Geschäftsführer des FSK, sieht in der Entwicklung eine Online-Plattform die passende Lösung. Nicht zuletzt, um auch europaweit ein einheitlich hohes Niveau für die Schulungen sicher zu stellen: „Wir haben bereits vor einigen Jahren mit der Entwicklung von Schulungsmaterial begonnen.“

mg